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Analysen - Ausland
05.12.2001
Carrefour Outperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktien von Carrefour (WKN 852362) mit dem Rating Outperformer ein.

1999 habe der französische Einzelhandelskonzern den Konkurrenten Promodes übernommen. Aus der Fusion sei ein Konzern entstanden, der mit einem Umsatz von über 70 Mrd. Euro an der Spitze in Europa und an der Position 3 in der Welt stehe. Mit 240.000 Beschäftigten und einem Netz von beinahe 10.000 Läden in 26 Ländern sei die neue Carrefour ein Schwergewicht, das in einigen Ländern (Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Brasilien, Argentinien, Taiwan und Indonesien) die Marktführerschaft besitze.

Seit der Übernahme des Wettbewerbers Promodes im Jahr 1999 sei Carrefour zum drittgrößten Einzelhandelskonzern der Welt aufgestiegen. Die Fusion werde Restrukturierungskosten von schätzungsweise 430 Mio. Euro verursachen. Den Kosten stünden Synergien und Kostensenkungen von ca. 1,17 Mrd. Euro bis zum Jahr 2002 entgegen. Die steigende Ergebnisentwicklung werde wesentlich durch frei werdende Synergiepotenziale im Einkauf, in der Verwaltung und bei der Logistik getragen.

In dem Bereich Neue Medien seien Investitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro geplant. Im Bereich B2B beteilige sich Carrefour zusammen mit Sears Roebuck, Metro, Sainsbury, Kroger, Coles Meyer und Oracle an der elektronischen Marktplattform GlobalNetXchange. Im Bereich B2C werde das Portal ooshop.com sowohl geographisch (französische Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, Spanien, Südamerika, Asien) als auch vertikal (u.a. Wein, Reisen, Finanzprodukte) weiter ausgebaut.

Die Kunden würden durch laufend neue Methoden an die Marke gebunden. So könnten die Besucher eine Vielzahl an Bedürfnissen von der Anlageberatung über Lebensmittel bis hin zum Friseurbesuch in den bis zu 20.000 Quadratmeter großen Märkten befriedigen. Verschiedene negative Nachrichten wie die zögerliche Integration von Promodes, Streiks in Spanien sowie der Rinderwahnsinn hätten den Aktienkurs gedrückt. Nun wehe aber ein frischer Wind durch das Unternehmen, im Präsidium habe ein Wechsel stattgefunden, bestehende Projekte würden rascher umgesetzt und neue Initiativen würden engagiert angegangen. Ziel sei es, das Verbrauchervertrauen zurückzugewinnen, was mit den geplanten Maßnahmen auch realistisch erscheine.

Carrefour habe sich von seiner Beteiligung (42%) an der französischen Supermarktkette Cora getrennt, nachdem die Anteile 1996 erworben worden seien. Nach fünf schwierigen Jahren mit Cora sei der Verkauf zu 850 Mio. Euro positiv zu beurteilen, damals habe Carrefour lediglich 487 Mio. Euro gezahlt. Carrefour habe in den zurückliegenden drei Quartalen einen Umsatzzuwachs von rund 7,6% auf 56,8 Mrd. Euro erzielen können und habe damit über den Erwartungen gelegen.

Im dritten Quartal habe der Umsatz um 5,4% zugelegt. Probleme gebe es allerdings in Südamerika, wo die Umsätze im dritten Quartal um gut 16% nachgegeben hätten. In Spanien sei durch den Wegfall von neun Filialen ein Rückgang der Erlöse zu verzeichnen gewesen. Insgesamt habe sich Europa mit einem Zuwachs von 25% gut entwickelt. Für das Gesamtjahr erwarte das Unternehmen unverändert einen Umsatzanstieg von 8%. Carrefour sollte durch die gute Marktstellung vom Konsolidierungsprozess der Einzelhändler profitieren können.

Aufgrund der hervorragenden Positionierung und der großen internationalen Expertise sollte Carrefour langfristig den Markt outperformen, so die Analysten der Stadtsparkasse Köln.



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