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Analysen - Ausland
04.12.2001
Ahold Outperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktien von Ahold (WKN 851287) nach wie vor als Outperformer ein.

Ahold sei eine international operierende Lebensmittel-Einzelhandelsgruppe. Das niederländische Unternehmen operiere in 15 Ländern auf 4 Kontinenten. Stark vertreten sei Ahold in den USA, wo mehr als 60% des Gesamtumsatzes der Gruppe erzielt würden. In Europa verfüge Ahold über eine dominante Rolle in den Niederlanden und über Marktanteile in Portugal, Tschechien, Polen und Spanien. In Südamerika belege Ahold den dritten Platz mit Marktanteilen zwischen 15 und 50 Prozent in Brasilien, Argentinien, Chile, Peru und Paraguay. In Asien hätten die Niederländer Beteiligungen in Thailand und Malaysia.

Der bedeutendste Markt für Ahold seien die USA, dort würden mehr als 60% der Verkaufserlöse und Überschüsse generiert. Die Expansion in den USA werde fortgesetzt. Der Einzelhandelskonzern betreibe mehr als 8.600 Lebensmittelgeschäfte (inkl. Franchising-Läden) in aller Welt und verdiene damit im Gegensatz zu einigen deutschen Supermarktketten viel Geld. Stetig vergrößere sich der Konzern durch gescheite Übernahmen und Joint Ventures.

Sehr erfolgversprechend sei die Multi-Channel-Strategie, die sich in das traditionelle Retailgeschäft und den Food Service (Versorgung von Restaurants) unterteile. Die Produktpalette werde künftig um Finanzdienstleistungen erweitert. Vorerst könnten die Kunden in den Geschäften nicht nur Geld ausgeben, sondern auch Sparbücher eröffnen. Später solle das Finanzdienstleistungsangebot in Zusammenarbeit mit Aegon durch Versicherungen abgerundet werden. Ahold wolle durch die Finanzdienstleistungen unabhängiger vom Handelsgeschäft werden.

Beeindruckend sei die Strategie, gute regionale Marktführer zu übernehmen und sie dann noch besser zu machen. So erwirtschafte Ahold für viele andere Einzelhandelskonzerne kaum erreichbare Umsatzrenditen von etwa 4,5%. Tendenz weiter steigend. Künftige Akquisitionen würden nach Unternehmensangaben hauptsächlich in Europa und in Nord- und Südamerika stattfinden. In Asien müsse in Malaysia und Indonesien erst der Turnaround erfolgen, bevor dort die Expansion fortgesetzt werde. Ahold zeichne sich durch ein hoch motiviertes Management mit Beteiligungsprogramm und eine klare Shareholder Value-Orientierung aus.

Durch die Akquisition von Bruno`s und Alliant (beide USA) steige Ahold zur zweitgrößten Einzelhandelskette der Welt auf und liege damit hinter Wal-Mart (USA) und vor Carrefour (Frankreich). In den USA dürften sich durch die Neuzugänge erhebliche Synergiepotenziale ergeben. Ahold habe hervorragende Zahlen für das dritte Quartal 2001 präsentiert. Der Nettogewinn vor Abschreibungen und Goodwill habe sich um 28% auf 333 Mio. Euro erhöht, die Umsätze seien um gut 13% auf 15,5 Mrd. Euro gestiegen.

Das Unternehmen habe trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. Nach den Prognosen solle das Nettoergebnis je Aktie um 15% zulegen. Die US-Anschläge vom September hätten das Zahlenwerk nicht tangiert. Asien sei derzeit die einzige Region weltweit, wo der Konzern mit Ertragsproblemen zu kämpfen habe und habe in der Region einen geringen Verlust hinnehmen müssen. Das organische Wachstum habe rund 6,4% betragen.

Ahold verstehe es immer wieder, die Marktteilnehmer positiv zu überraschen und die hoch gesteckten Erwartungen mindestens zu erfüllen. Im aktuell schwierigen Wirtschaftsumfeld habe Ahold erneut seine Stärke unter Beweis stellen können.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Einschätzung Outperformer für die Ahold-Aktie.



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