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Analysen - Ausland
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06.12.2001
ING "accumulate"
Merrill Lynch
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Investmentbanker von Merrill Lynch raten auch weiterhin dazu, die Aktie des niederländischen Finanzdienstleisters ING (WKN 881111) zu akkumulieren.
ING habe ein Update bezüglich seiner neuesten Integrationspläne in den USA gegeben. Demnach würde das Unternehmen eine Reduktion seiner Kosten um 250 – 300 Mio. US-Dollar jährlich mittels eines Sparprogramms planen, das ab Anfang des Geschäftsjahres 2002 implementiert werden würde. Die geplanten Kostenersparnisse würden 15% des gesamten Betriebskostenbudgets in den USA betragen. Des weiteren würden zusätzliche Gewinne vor Steuern in Höhe von 150 – 180 Mio. US-Dollar erwartet. Die Differenz zwischen dieser Spanne und den Kostenreduktionen von 250 – 300 Mio. US-Dollar sei für „Investitionen in ausgewählte Geschäftsbereiche“ verplant. ING sei nicht bereit gewesen, genauer zu erläutern, in welchen Bereichen die Investitionen vorgenommen werden würden.
Die Kostenersparnisse würden zum Teil durch einen Abbau von Kapazitäten im Mitarbeiterbereich erreicht. Davon seien rund 1600 Mitarbeiter oder 15% aller Angestellten in den USA betroffen. Derzeit seien bei ING Americas rund 10.700 Menschen beschäftigt. ING habe in diesem Zusammenhang betont, dass Abfindungszahlungen in Höhe von 75 – 100 Mio. US-Dollar Teil der ganz gewöhnlichen Unternehmenskosten seien. Grob könnte man sagen, dass die Kostenreduktionen bei ING in den USA zu 60% im Personalbereich und zu 40% in anderen Geschäftsbereichen erzielt werden würden. Unter „andere Geschäftsbereiche“ würden beispielsweise Einsparungen im Technologiebereich und bei den Reise- und Beratungskosten fallen.
Insgesamt habe das Update zu Klärung der Frage beigetragen, wie ING die Integration von ReliaStar und Aetna in den Konzern vornehmen würde und wie die bereits erwarteten Kostenreduktionen aussehen könnten. Im übrigen habe ING seine Zielsetzung hinsichtlich der Gewinnwachstumsrate (12%) und der Kapitalverzinsung (18%) nicht verändert. Auch die Analysten hätten nicht vor, ihre Gewinnprognosen zu ändern, da diese bereits Kostensynergien und Ersparnisse in einer Gesamthöhe von 600 Mio. Euro für alle Unternehmensbereiche umfassen würden. Daher würden die Börsenexperten auch weiterhin im Geschäftsjahr 2001 mit einem EPS von 2,20 Euro rechnen, das sich im Finanzjahr 2002 auf 2,48 Euro steigern könnte.
Vor diesem Hintergrund empfehlen die Aktienexperten von Merrill Lynch auch weiterhin mittelfristig, das Wertpapier von ING zu akkumulieren und raten langfristig zum Kauf der Aktie.
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