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Analysen - Ausland
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06.12.2001
Schoeller-Bleckmann übergewichten
RZB Österreich
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank (RZB) hätten auf Grund der Ergebnisse des 3. Quartals ihre Empfehlung für Schoeller-Bleckmann (WKN 907391) von kaufen auf übergewichten zurückgenommen.
Die von Schoeller für die ersten neun Monate 2001 veröffentlichten Zahlen hätten den Erwartungen der Analysten entsprochen. Der Umsatz sei von Euro 117,2 Mio. auf Euro 167,2 Mio. gestiegen. Das entspreche einer Steigerung von 43%. Das Wachstum im dritten Quartal zeige jedoch die erste Auswirkung eines schwächeren fundamentalen Umfeldes. Der Quartalserlös sei zwar um 23% über dem Vorjahresniveau gelegen, sei aber leicht unter dem Niveau des zweiten Quartals gelegen. Dementsprechend hätten die Analysten ihre Schätzung für 2001 leicht nach unten korrigiert. Die Analysten erwarteten einen Gewinn je Aktie von Euro 1,48 (zuvor Euro 1,54). Für 2002 rechneten die Analysten mit einem Gewinn je Aktie von Euro 1,56 (+5,4%).
Der starke Rückfall des Ölpreises von US-Dollar 25 pro Barrel im dritten Quartal auf die Bandbreite von US-Dollar 18-20 pro Barrel im Oktober und November habe für Unsicherheit in der Öl- und Ölservicebranche gesorgt. Der Auftragseingang von Schoeller habe sofort auf das schwächere und unsicherer gewordene Branchenumfeld reagiert. Der Auftragsstand habe per Ende September Euro 66,8 Mio. betragen. Das sei ein Rückgang von 23% gegenüber dem Vorquartal, jedoch um etwa 30% gegenüber dem Vorjahresniveau. Die hohe Nachfrage in Europa habe noch die schwächere Nachfrage in den USA kompensieren können. Nachdem sich die Auftragseingänge der Schoeller-Gruppe überwiegend auf das nächste Quartal bezögen, rechneten die Analysten kurzfristig mit rückläufigen Umsätzen. Sie gingen davon aus, dass die größten Ölfeldausrüster abwarten und ihre Bestellungen zeitlich verschieben dürften. Eine deutliche Erholung erwarteten die Analysten erst im zweiten Halbjahr 2002.
Aufgrund der schwächeren Fundamentaldaten für 2002 hätten die Analysten ihre Umsatzprognose nach unten revidiert. Die Analysten erwarteten ein organisches Wachstum von 5% für 2002 (Euro 229 Mio.) und von 8% für 2003 (Euro 247 Mio.). 2002 erwarteten die Analysten ein EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von Euro 39,9 Mio. und einen Jahresüberschuss von Euro 23,9 Mio.. In ihrer Prognose werde sich die EBIT Marge in den nächsten zwei Jahren von 17,3% 2001 auf 17,5-17,6% erhöhen.
Angesichts der kurzfristig schwächer gewordenen Rahmenbedingungen haben die Analysten der RZB ihre Kaufempfehlung für Schoeller auf Übergewichten herabgesetzt.
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