|
Analysen - Ausland
|
05.12.2001
Merck & Co neutral
Merrill Lynch
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Auch weiterhin geben die Investmentbanker von Merrill Lynch der Aktie des US-amerikanischen Pharmakonzerns Merck & Co (WKN 851719) das Rating "neutral".
Merck werde am 11. Dezember 2001 in seiner globalen Zentrale in Whitehouse Station, New Jersey, ein Meeting für die Analysten abhalten. Die Analysten würden davon ausgehen, dass der Pharmakonzern seine EPS Prognose für das Geschäftsjahr 2001 von 3,12 – 3,18 US-Dollar im Rahmen dieser Konferenz bestätigen werde. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt würden die Analysten auch keinen Anlaß dafür sehen, weshalb die EPS Prognose des Managements für das Finanzjahr 2002 signifikant von der Erwartung der Experten von 3,40 US-Dollar abweichen sollte (+8%). Die EPS Schätzung der Investmentbanker für das 4. Fiskalquartal 2001 würde 0,82 US-Dollar betragen (+9%). Damit würde die Erwartung der Wertpapierspezialisten bezüglich des EPS für das gesamte Finanzjahr 2001 auf 3,15 US-Dollar anwachsen. Die Analysten würden außerdem davon ausgehen, dass der Aktienkurs positiv von der Tatsache beeinflußt werden könnte, dass der Pharmakonzern derzeit zahlreiche vielversprechende Präparate in der Entwicklung habe.
Das Meeting am 11.12. würde sich wahrscheinlich auf Produkte Arcoxia, einen Cox II Inhibitor der nächsten Generation, die Produktreihe Substance P zur Behandlung von Erbrechen und Depressionen und die AIDS und HIV Impfstoffprogramme konzentrieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Konferenz könnte die Strategie des Unternehmens sein, einige seiner Anti-Infektions-Präparate in Krankenhäusern zu positionieren. Von Interesse sei außerdem auch die Kooperation von Merck mit Schering Plough für die Entwicklung der Produkte Zocor + ezetimibe und Singulair + Claritin.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass der Pharmakonzern sich als zunehmend aktiv an der globalen Entwicklungsfront präsentieren werde. Diese neue Strategie würde die Lizensierung neuer chemischer Stoffe, gemeinsame Marketingverträge mit anderen Unternehmen und die Neubewertung von Fusions- und Übernahmezielen einschließen. Man erwarte, dass der Kurs der Aktie im Vorfeld des Meetings ansteige, sei aber vorsichtig im Hinblick auf eine Empfehlung des Wertpapiers vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Mitwettbewerber Pharmacia und Pfizer zu Beginn des Geschäftsjahres 2002 gemeinsam das Präparat Bextra auf den Markt bringen würden.
In Konsequenz behalten die Analysten von Merrill Lynch ihr neutrales Rating der Aktie von Merck & Co bei. Langfristig raten sie dazu, das Wertpapier zu akkumulieren.
|