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Analysen - Ausland
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04.12.2001
ABN Amro "accumulate"
Merrill Lynch
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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch raten nach wie vor dazu, die Aktie des niederländischen Bankenkonzerns ABN Amro (WKN 880026) zu akkumulieren.
Hugh Scott-Barnett, ein Mitglied des Vorstands von ABN Amro, der verantwortlich für die Investmentbanking Aktivitäten des Unternehmens sei, habe gestern (03.12.) eine Konferenz für die Analysten abgehalten. In diesem Meeting hätten die Strategie und die Zukunftsaussichten für das Investmentbanking im Mittelpunkt gestanden. Insgesamt würden die Umsätze der Division WCS im 4. Fiskalquartal laut Management relativ stabil bleiben. Der Oktober sei in dieser Hinsicht ein starker Monat gewesen, wohingegen der November ein wenig schwach ausgefallen sei. Daher könnten die Umsätze im 4. Fiskalquartal 2001 ein wenig schwächer ausfallen, als im Vorquartal. Mit Prognosen hinsichtlich des kommenden Geschäftsjahres sei man bei ABN zurückhaltend, habe aber von einem 2%igen Umsatzwachstum in der Division WCS gesprochen. Die Division GFM (Global Financial Markets), der Geschäftsbereich mit festen Renditen, habe in den ersten neun Monaten des Finanzjahres 2001 38% zum Umsatz des WCS beigetragen. Das Management würde davon ausgehen, dass diese Umsätze im Geschäftsjahr 2002 wachsen könnten.
Des weiteren habe die Division GTS (Global Transaction Services), die sich mit Cash Management beschäftige, 20% zum Umsatz der Division WCS in den ersten 3 Fiskalquartalen beigetragen und würde auch im 4. Quartal gute Leistungen zeigen. Man könnte also hier von einem weiteren Wachstum im Geschäftsjahr 2002 ausgehen. Kreditprodukte hätten weitere 15-20% zum Umsatz beigetragen. Die Sektoren Equities und Corporate Finance, die um die 20% zum Umsatz der Division WCS beitragen würden, hätten in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld nach wie vor zu kämpfen. Auf eine Sicht von 6 Monaten habe sich das Management wenig optimistisch im Hinblick auf eine Verbesserung dieses Umfeldes gezeigt. Daher würde man nun die Kosten in diesem Segment reduzieren, insbesondere auf den asiatischen Märkten und in den USA. Davon würde man sich eine Kostenersparnis von 100 Mio. Euro jährlich versprechen.
Im Großen und Ganzen habe das Meeting den Börsenexperten mehr Detailinformationen im Hinblick auf die Operationen und die Kostensparprogramme von ABN Amro gebracht. Allerdings habe es keine neuen Informationen gegeben, die eine Veränderung der Prognosen für ABN zur Folge gehabt hätte. Die Analysten würden nach wie vor im Geschäftsjahr 2001 ein EPS von 1,47 Euro erwarten, dass sich im Finanzjahr 2002 auf 1,53 Euro steigern könnte. Die Kapitalverzinsung könnte im Fiskaljahr 2001 bei 17% und im kommenden Geschäftsjahr 2002 bei 18% liegen. Das 12-Monats-Kursziel der Aktie würde weiterhin bei 21,3 Euro liegen.
Aufgrund dieser Analyse raten die Analysten von Merrill Lynch auch weiterhin sowohl mittel- als auch langfristig dazu, die Aktie von ABN Amro zu akkumulieren.
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