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Analysen - Ausland
03.12.2001
AstraZeneca "neutral"
Merrill Lynch

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Die Investmentbanker von Merrill Lynch beurteilen die Aktie des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca (WKN 886455) unverändert neutral.

AstraZeneca habe eine robuste Betrachtung des Geschäftes in London abgegeben. Die Ankündigungen hätten jedoch keine Sicherheit bei den Aktienspezialisten über die Stärke der R&D Pipeline und die Fähigkeit, die Produktpipeline auf den Markt zu bringen, gegeben. AstraZeneca sei in den USA mittlerweile der viertgrößte Lieferant für Medikamente mit einem Marktanteil von 5,8%. Das Unternehmen verfüge über die drittgrößte Verkaufsmannschaft. Durch die Fragmentierung dieser Verkaufsmannschaft sei es zu einem besseren Umsatzwachstum für eine Reihe der führenden AstraZeneca Produkte gekommen.

AZ befinde sich in einer guten Position, um seine neuen Produkte einzuführen und zu nutzen. Insbesondere die Qualitäten von Crestor habe man deutlich gemacht. Auch die Daten in Zusammenhang mit Iressa seien positiv gewesen. Beide Produkte könnten 2002 auf den Markt gebracht werden. Die Analyse der bereits vorhandenen Produkte habe ergeben, dass Nexium weiterhin ein starkes Wachstum realisiere. Das Produkt verfüge bei den Einzelhändlern über einen Marktanteil von 16% und bei den Spezialgeschäften einen Anteil von 21%.

Am 6. Dezember werde eine gerichtliche Anhörung für Prilosec in New York beginnen. Zu diesem Thema habe AstraZeneca sich verständlicherweise nicht geäußert. Auch eine Prognose für das Jahr 2002 für dieses Produkt sei nicht abgegeben worden. Die Aktienspezialisten hätten ihre Erwartungen nicht verändert. Man gehe unverändert für 2001 von einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,77 US-Dollar aus. Für 2002 gehe man von einem EPS Rückgang um 10% aus, weil es im 2. Quartal zur Einführung von generischem Prilosec und im 3. Quartal zur Einführung von Crestor kommen könnte. Eine frühere Einführung des generischen Prilosec sowie eine spätere Einführung von Crestor könnten sich noch negativer auf das EPS auswirken. Insgesamt sei 2002 eine Zwischenstation, in den Jahren da nach erwarte man einen Anstieg der Gewinne.

Zur Zeit werde die Aktie mit einem KGV für die Gewinnerwartung 2002 von 27 gehandelt. Im Vergleich dazu liege der Durchschnitt der Pharmakonzerne bei 24. Bis die Perspektive für 2002 genauer definiert sei, könne man diese Prämie nicht nachvollziehen. Aufgrund der starken Produktpipeline und dem erwarteten Anziehen des Gewinnwachstums spreche man sich jedoch langfristig weiterhin für den Kauf der Aktie aus.

Die Börsenexperten von Merrill Lynch beurteilen die Aktie der AstraZeneca mittelfristig weiter neutral, während sie langfristig raten, die Aktie zu kaufen.



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