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Analysen - Ausland
05.11.2007
E*Trade nicht kaufen
Heibel-Ticker

www.optionsscheinecheck.de

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" empfehlen die E*Trade-Aktie (ISIN US2692461047/ WKN 902447) nicht zu kaufen.

Bislang die ehrlichste Einschätzung hätten die Experten von Mitchell Caplan gehört, dem fähigen Chef von E*Trade. Der Umsatz von E*Trade sei um 45% eingebrochen. Kein Wunder, wenn man zuvor durch jede Menge Immobilienderivate Umsatz auf Teufel komm raus generiert habe.

Caplan spreche nicht von einer kurzfristigen Marktschwäche, sondern habe richtig festgestellt, dass der Markt für solche Finanzprodukte tot sei. Er werde diese Derivate komplett zurückfahren, auf Null fahren und anschließend neue Geschäftsfelder erschließen.

Tödlich, eine solche Aussage. Mit anderen Worten: Die Experten hätten in den vergangenen Jahren gut Geld verdient, aber nun müssten die Experten dieses Geld zurückgeben und anschließend etwas Neues machen.

Nun sei Caplan nicht ein Mann der Überraschungen, er habe diese, in dieser Woche getätigte Aussage bereits angekündigt und so sei der Kurs von E*Trade bereits seit diesem Sommer von 25 auf nunmehr 10 USD gefallen. Die Experten würden nicht glauben, dass der Kurs von E*Trade noch weiter in den Keller rauschen werde, nachdem Caplan diese Woche als erster der Finanzbranche Klarheit geschaffen habe.

E*Trade spreche übrigens nicht über zweitklassige Immobilienkredite (subprime), sondern über erstklassige. Die Kreditnehmer hätten alle eine exzellente Kreditbewertung (so was wie unsere Schufa) und die Immobilienderivate seien allesamt mit der höchsten Bewertung von AAA ausgezeichnet. Doch das Unternehmen habe schon früh bekannt gegeben, dass diese Auszeichnungen nichts wert seien.

Jarrett Lilien, Präsident von E*Trade, habe vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass "die Bewertung von erstklassigen Immobilienkrediten nur zweitklassig" sei. Obwohl in diesen Derivaten nur erstklassig bewertete Kredite enthalten seien, wollten Anleger diese Papiere nicht kaufen und daher müssten sie abgewertet werden.

E*Trade sei damit in den Augen der Experten allen anderen Banken und Brokern einige Schritte voraus.

Dennoch würden die Experten von "Heibel-Ticker" die E*Trade-Aktien noch nicht kaufen, da sie im Sinne der Sippenhaft auch in den kommenden Monaten wieder und wieder ausverkauft werden. (Ausgabe 44 vom 02.11.2007) (05.11.2007/ac/a/a)



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