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Analysen - Nebenwerte
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29.10.2007
CropEnergies beobachten
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1/ WKN A0LAUP1) zu beobachten.
Der Hersteller von Bioethanol habe im ersten Halbjahr trotz düsterer Branchenentwicklung und massiv gestiegener Weizenpreise recht passable Zahlen präsentiert. In der Zeit vom 1. März bis 31. August habe der Umsatz um 34 Prozent auf mehr als 87 Millionen Euro expandiert. Das operative Ergebnis habe sich sogar um satte 85 Prozent auf 14 Millionen Euro verbessert, was einer operativen Marge von 16 Prozent entspreche. Nach Berücksichtigung von Vorlaufaufwendungen für den Bau des neuen Werkes in Belgien habe das EBIT bei rund zwölf Millionen Euro gelegen.
Bedingt durch einen positiven, einmaligen Steuereffekt von 3,5 Millionen Euro hätten netto in der Kasse 13,4 Millionen Euro geklingelt. Fast viermal so viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Für das zweite Halbjahr wolle die Südzucker-Tochter den positiven Trend fortsetzen. Finanzvorstand Joachim Lutz erwarte nunmehr ein Umsatzplus von 20 Prozent auf 176 Millionen Euro im Wirtschaftsjahr 2007/08 per Ende Februar.
Das operative Ergebnis solle in etwa das Vorjahresniveau von 21 Millionen Euro erreichen, sage den Experten Lutz im Hintergrundgespräch. Die Sonderaufwendungen beziffere Lutz auf das Gesamtjahr auf rund fünf Millionen Euro. Das Finanzergebnis werde dem Vernehmen nach mit circa zwei Millionen Euro positiv ausfallen. Die Experten würden schätzen, dass unterm Strich ein Gewinn von mindestens 16 Millionen Euro erzielt werde oder knapp 19 Cent je Aktie.
Die Erwartungen seien auf der Umsatzseite und der operativen Gewinnseite einst höher gewesen. Dennoch könne sich CropEnergies mit den vorgelegten Zahlen und dem Ausblick im Wettbewerb durchaus sehen lassen. Andere Marktteilnehmer würden sogar ihre Anlagen dicht machen und den Ausbau einstellen. "Wir setzen unser Investitionsprogramm unverändert fort. Unsere Ziele für den Ausbau unserer Anlagen bleiben bestehen. Wir schließen nichts", so Lutz.
Die Experten würden davon ausgehen, dass CropEnergies sogar ein Profiteur der derzeitigen Lage in der Branche sei und Marktanteile gewinnen könne. Einzig der starke Preis für die Tonne Weizen werde sich nach und nach auf die Ertragslage der Gesellschaft stärker ausweiten. "Für dieses Wirtschaftsjahr haben wir über 90 Prozent des geplanten Rohstoffsbedarfs über fixe Kontrakte bereits fest im Buch", sage Lutz. Im nächsten Jahr solle der stark gestiegene Weizenpreis durch den Einsatz von Zuckerdicksaft teilweise kompensiert werden. 30 bis 35 Prozent der eigenen Produktion könne durch Zucker bedient werden.
"Wir haben zudem den Vorteil, dass wir als Nebenprodukt Futtermittel verkaufen können und über eine eigene Energieversorgung verfügen. Das hilft uns, dass wir Bioethanol kostengünstig produzieren und erfolgreich anbieten können", erkläre der CFO.
Dass dennoch die bislang starke Marge sich im nächsten Wirtschaftsjahr abschwächen werde, sei nicht zu verhindern. Die Gegenmaßnahmen könnten lediglich die starken Weizenpreise teilweise kompensieren. Für das Jahr 2008/09 erwarte Lutz, dass der Umsatz weiter steige und die Produktion erstmals die Marke von 300.000 Kubikmeter Bioethanol übersteige. Nur ein Jahr später sollten insgesamt Kapazitäten von mehr als 700.000 Kubikmeter Bioethanol zur Verfügung stehen. Das entspräche bei voller Nutzung einem Umsatz von rund einer halben Milliarde Euro.
Die operative Marge dürfte nach den Erwartungen der Experten aber in 2008/09 zunächst fallen und auf der Ertragsseite vermutlich ein Übergangsjahr darstellen. "Für das Jahr 2009/10 sind wir sehr optimistisch. Mittelfristig halten wir operative Margen von über zehn Prozent für machbar", so Lutz.
Im Bereich Bioethanol sei CropEnergies bestens aufgestellt und habe zudem die besten Voraussetzungen. Das Unternehmen werde die Misere in der Branche wohl am besten meistern und am Ende sogar als großer Gewinner des Sektors hervorgehen. Die Aktie sei unverändert hoch interessant, das Timing für einen erneuten Einstieg abzuschätzen, sei jedoch sehr schwer. Dass 2008/09 auf der Ertragsseite lediglich ein Übergangsjahr werde, sollte sich aber so langsam in den Köpfen der Börsianer herumgesprochen haben.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von CropEnergies zu beobachten. (Analyse vom 29.10.2007) (29.10.2007/ac/a/nw)
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