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Analysen - Ausland
28.11.2001
Credit Suisse "neutral"
Merrill Lynch

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Die Analysten von Merrill Lynch bestätigen ihr "neutrales" Rating für die Aktie des Bankkonzerns Credit Suisse (WKN 876800).

Im "Wallstreet Journal Europe" habe es Spekulationen gegeben, dass die schweizerische Großbank seinen Online-Broker namens CSFBdirect für ca. 500 Mio. US-Dollar verkaufen wolle. Als möglicher Käufer werde die Bank of Montreal gehandelt. Zwar habe sich Credit Suisse nicht über die wirtschaftliche Lage seines Online Brokers geäußert, jedoch wäre es nicht verwunderlich, wenn CSFBdirect in den vergangenen drei bis sechs Monaten einen Verlust erwirtschaftet hätte.

Die Analysten halten den Verkauf für nicht unwahrscheinlich, da dieser einige positive Auswirkungen hätte. So könne sich die Bank nach einer Trennung von CSFBdirect wieder verstärkt auf seine institutionellen Kunden konzentrieren. Auch hätte ein Verkauf positive Auswirkungen auf das Ergebnis für das vierte Quartal. Außerdem könne das Unternehmen mit dem Verkaufserlös die vorgesehenen Restrukturierungsmaßnahmen finanzieren. So sei im vierten Quartal mit Restrukturierungskosten ich in Höhe von ca. 300 bis 500 Mio. Schweizer Franken zu rechnen.

Die Experten von Merrill Lynch würden einen Verkauf des volatilen Online-Brokerage-Geschäftes begrüßen, da sich Credit Suisse dann wieder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren könne.

Nach einem Gewinn von 4,81 Schweizer Franken pro Aktie im vergangenen Finanzjahr 2000 rechne man im aktuellen Finanzjahr 2001 mit einem Gewinnrückgang auf 1,59 Schweizer Franken pro Aktie. Im Jahr 2002 sei nach Meinung der Investmentbanker ein Gewinn von 3,25 Schweizer Franken pro Aktie zu erwarten.

Während die Investmentbanker von Merrill Lynch die Aktie von Credit Suisse mittelfristig nur neutral bewerten, raten sie langfristig orientierten Anlegern zum Kauf.



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