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Analysen - Neuer Markt
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28.11.2001
VIVA Media halten
Consors Capital
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Consors Capital belassen das Rating für die Aktie der VIVA Media AG (WKN 617106) auf "halten".
Die 9- Monatszahlen 2001 der VIVA Media AG befänden sich im Einklang mit den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz in Höhe von 44,15 Mio. Euro lasse das Erreichen der vom Unternehmen für das Jahr 2001 zuletzt prognostizierten Umsatzzahlen in Höhe von 61,5 Mio. Euro wahrscheinlich erscheinen.
Das negative EBIT der Periode in Höhe von -15,05 Mio. Euro ergebe sich insbesondere auf Grund der Restrukturierung des Kanals VIVA 2, der in ein Joint Venture mit AOL Time Warner überführt werde. Die daraus resultierenden, in diesem Quartal vorgenommenen einmaligen Sonderabschreibungen von VIVAdigital sowie die restliche Goodwill- Abschreibung von VIVAconnect würden insgesamt 4,5 Mio. Euro betragen.
Vorteile der Neustrukturierung würden sich für VIVA ab 2002 insbesondere dadurch ergeben, dass der derzeitige Verlustbringer VIVA 2 dann nur noch "at cost" bilanziere und nicht mehr konsolidiert werde. Neben einer daraus resultierenden Umsatzsenkung - allerdings betrage der Umsatzanteil von VIVA 2 bereits in 2001 nur noch etwa 7% vom Konzernumsatz - werde eine Profitabilitätssteigerung bei der VIVA Media AG erreicht, und es habe mit AOL Time Warn er ein starker Partner für das Joint Venture gewonnen werden können. Die Gewinnreihe habe der Analyst entsprechend angepasst.
Dabei führe der Verkauf von 49% der Anteile der VIVA 2 an AOL Time Warner in 2002 zu einem Liquiditätszufluss von 30 Mio. Euro und erhöhe damit einmalig das EBIT (in Definition des Managements) der VIVA Gruppe auf ca. 35 Mio. Euro sowie den Gewinn pro Aktie in 2002e auf 1,20 Euro.
Ein Zusammenschluss mit der Brainpool TV AG in Form eines Aktientausches, der derzeit durchgeführt werde, und voraussichtlich ab 2002 greifen werde, habe nach Erachten der Analysten dagegen nur eine geringere strategische Bedeutung.
Es werde VIVA dadurch ermöglicht, den bisher fast ausschließlich von Werbeeinnahmen (89%) dominierten Erlösmix um Lizenz- und Merchandisingeinnahmen zu erweitern und Künstler mit höherem Bekanntheitsgrad im Unternehmen zu halten. Nach Erachten der Analysten sei diese Möglichkeit für den Gegenwert von 54 Mio. Euro jedoch recht teuer erkauft, und trage nur in geringerem Maße zu der eigentlichen Wachstumsfantasie der Aktie bei, die hauptsächlich in der Replikation des Viva Business Modells auf internationaler Ebene zu sehen sei.
Die Analysten von Consors Capital belassen ihre Einschätzung für die Aktie VIVA Media auf "halten".
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