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Analysen - Ausland
28.11.2001
Telekom Austria kaufen
RZB Österreich

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Die Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank (RZB) bleiben auch nach Bekanntgabe der Ergebnisse des 3. Quartals bei ihrer Empfehlung, Aktien der Telekom Austria (WKN 588811) zu kaufen.

Die Analysten der RZB haben auch ihr Kursziel von Euro 10 weiter aufrecht erhalten. Ausstiegsabsichten der Telecom Italia und der ÖIAG könnten dem Kurs weiter Auftrieb verleihen. Eine rasche Klärung der wieder aufgeflammten Frage der Vorstandsbesetzung und ein klares Szenario in der Eigentümerfrage wären nur positiv zu sehen.

Auf bereinigter Basis (unter Herausrechnung der Sozialkostenrückstellungen in beiden Jahren) habe das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) der Gruppe (inkl. Mobilkom) in den ersten drei Quartalen 2001 noch um 10,7% auf Euro 1,2 Mrd. verbessert werden können. Dabei seien in den Segmenten Festnetz und Datakom im 3. Quartal die bei weitem besten EBITDA-Margen des Jahres 2001 erzielt worden. Der Festnetzbereich erinnere mit einer Quartalsmarge von 44,1% an 1999, als der Konzern noch Gewinne geschrieben habe. Weiterhin ein starker Ertragsbringer bleibe die Mobilkom, die mit einer Quartalsmarge von 38,3% aufgrund der starken Sommersaison das sehr gute Halbjahresergebnis (35,2%) habe übertreffen können. Als weiterer sehr positiver Aspekt sei die Reduzierung der Gruppen-Nettoverschuldung um 5% auf Euro 3,29 Mrd. bis Ende September zu werten.

Im Festnetzbereich habe eine Stabilisierung bei den Marktanteilsverlusten (erste Erfolge der neuen Tarifmodelle) zu einer Verlangsamung im Umsatzrückgang geführt (-5,5% im 3. Quartal nach -6,3% im 1. und -9,4% im 2. Quartal jeweils zum Vergleichsquartal 2000). Auf bereinigter Basis sei das Festnetz-EBITDA um knapp 5%, gestiegen, was auf Kostenreduktionen aus dem Restrukturierungsprogramm zurückzuführen sei. Bis Ende September im laufenden September hätten 1.975 Mitarbeiter den Festnetzbereich verlassen. 3.000 seien für das Gesamtjahr geplant. Datakom habe mit einem sehr guten 3. Quartal umsatz- wie ertragsmäßig das schlechte 1. Halbjahr zum Teil kompensieren können. Im Internet-Segment sei eine 11%-ige Umsatzsteigerung gegenüber dem 2. Quartal 2001 gelungen. Dagegen habe das negative EBITDA mit Euro 7,3 Mio. gegenüber den negativen Euro 11,8 Mio. aus dem 2. Quartal deutlich reduziert werden können. Das Mobilgeschäft habe in den ersten drei Quartalen 2001 im Umsatz um knapp 14% zum Vorjahreszeitraum zulegen können. Die Marktführerschaft sei mit 42,3% Marktanteil in Österreich gehalten worden.

Im Hinblick auf die Ergebnisse der ersten drei Quartale seien die Analysten dabei ihre Schätzungen nach oben zu revidieren. Die Analysten der RZB lassen ihre Empfehlung auch wegen des bevorstehenden Ausstiegs der Telecom Italia und des möglichen Gesamt-Eigentümerwechsels weiter auf Kaufen.



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