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15.10.2007
Presse: Südzucker gibt keine Entwarnung für EU-Zuckermarkt
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Mannheim (aktiencheck.de AG) - Die Südzucker AG (ISIN DE0007297004/ WKN 729700) geht in Zusammenhang mit der EU-Zuckermarktreform trotz der Ende September dieses Jahres erfolgten leichten Revision weiterhin von Problemen für den Zuckermarkt aus.
"Bis sich der Zuckermarkt wieder stabilisiert, sich Angebot und Nachfrage wieder einigermaßen ausgleichen, wird es noch dauern", sagte Vorstandschef Theo Spettmann in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "EURO". Für 2007 erwartet Spettmann für die Zuckersparte von Südzucker "ein leicht positives Ergebnis". Das Zuckergeschäft trägt rund 60 Prozent zum Konzernumsatz bei, der 2007 bei 5,2 bis 5,4 Mrd. Euro liegen wird. Im vergangenen Jahr hatte Südzucker in seiner Zuckersparte wegen der EU-Reformen einen hohen Verlust erwirtschaftet.
Um die Abhängigkeit vom Kerngeschäftsfeld Zucker zu verringern, sollen die so genannten Nicht-Zucker-Aktivitäten ausbauen. Die Sparte Spezialitäten, zu der auch die Bioethanol-Produktion gehört, soll in den nächsten Jahren stark wachsen. "Organisch sind 5 bis 7 Prozent Wachstum bei Umsatz und Gewinn möglich. Wir können uns aber auch Akquisitionen vorstellen", sagte Spettmann. Das gelte auch für den Bereich Frucht, in dem Südzucker vor allem Fruchtsaftkonzentrate herstellt. Spettmann wollte sich nicht dazu äußern, wie viel Geld dem Unternehmen für Zukäufe zur Verfügung stehen. Er versicherte lediglich: "Am Geld wird keine Akquisition scheitern." Das Management strebe an, den Anteil der Nicht-Zucker-Aktivitäten am Konzernumsatz von heute 40 auf 50 Prozent zu steigern, hieß es weiter.
Die Aktie von Südzucker notiert aktuell mit einem Plus von 0,96 Prozent bei 15,85 Euro. (15.10.2007/ac/n/d)
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