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Analysen - Ausland
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27.11.2001
UBS kaufen
Bank von Ernst
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Die Analysten der Bank von Ernst berichten, dass die attraktive Bewertung die Aktien von UBS (WKN 914830) zum Kauf macht.
UBS habe für das dritte Quartal einen Rückgang des Reingewinns gegenüber der Vorjahresperiode von 53 Prozent auf 903 Mio. Schweizer Franken (CHF) bekannt gegeben, was am unteren Ende der Erwartungen gelegen habe. Das schlechte wirtschaftliche Umfeld sowie die schwache Entwicklung der Aktienmärkte hätten sich vor allem auf das Investment Banking negativ ausgewirkt. Das Handelsergebnis sei um 19 Prozent und das Kommissionsergebnis um elf Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen. Das Ergebnis sei von einem Verlust in Höhe von 112 Mio. CHF in der Einheit "Privat Equity" belastet worden. Die verwalteten Vermögen seien verglichen mit dem Vorquartal um elf Prozent auf 2.280 Mrd. CHF zurückgegangen. Der Konzern habe seine Kosten gegenüber dem Vorquartal um acht Prozent reduziert, was positiv zu bewerten sei.
UBS habe mit dem Nettozufluss an Neugeldern in Höhe von 34,9 Mrd. CHF (7,1 Mrd. CHF bei der Credit Suisse) positiv überrascht. Für die ersten neun Monate habe der Neugeldzufluss somit 80,3 Mrd. CHF betragen. Nach einer erfreulichen Entwicklung der Neugeldzuflüsse in den letzten drei Quartalen habe sich UBS, nach der verhaltenen Entwicklung in 1999 und 2000, erholen können. Weiter habe das Management mitgeteilt, dass im vierten Quartal kein signifikanter Anstieg der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Kreditportefeuille zu erwarten sei. Im dritten Quartal hätten sich die Rückstellungen auf 171 Mio. CHF erhöht, nach 76 Mio. CHF im Vorquartal.
UBS habe im Gegensatz zu wichtigen Konkurrenten keinen drastischen Personalabbau (vor allem im Bereich Investment Banking) bekannt gegeben. Der Konzern gebe zu, zurzeit eine gewisse Überkapazität in dieser Sparte zu verfügen. UBS plane allerdings die aktuelle Marktschwäche auszunutzen, um damit Marktanteile im Investment Banking zu gewinnen, was sowohl im zweiten als auch im dritten Quartal der Fall gewesen sei. Die Übernahme von PaineWeber habe sich als ein wichtiger strategischer Schritt erwiesen. Dadurch würden sich gute Wachstumsaussichten im amerikanischen Markt für vermögende Privatkunden eröffnen. Der Nettozufluss an Neugeldern habe 11,4 Mrd. CHF. nach 8,7 Mrd. CHF im Vorquartal betragen. Für den Rest des Jahres bleibe der Konzern vorsichtig. "UBS wird unseres Erachtens, aufgrund der hervorragenden Positionierung sowie guten Diversifizierung, vom Konjunkturaufschwung stark profitieren können", sagt Arno Meier, Analyst der Bank von Ernst.
UBS habe im dritten Quartal – unter diesen Umständen – ein robustes Ergebnis aufweisen können. Der Konzern habe mit dem starken Zufluss an Neugeldern positiv überrascht, bzw. bewiesen, dass er zu den führenden Instituten weltweit im Asset Management gehöre. UBS zeichne sich außerdem durch ein moderates Risiko/Ertragsprofil aus, was in der jetzigen konjunkturellen Lage positiv zu bewerten sei.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 aufgrund der EPS-Prognosen (Gewinn pro Aktie) für 2002 erachtet die Bank von Ernst den Konzern als attraktiv bewertet und empfiehlt die Aktie weiter zum Kauf.
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