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Analysen - Neuer Markt
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23.11.2001
AT & S kaufen
LB Baden-Württemberg
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Alexandra Hauser, Analystin der Landesbank Baden-Württemberg, bewertet die AT & S-Aktie (WKN 922230) mit "kaufen".
Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG mit Sitz in Leoben in Österreich entwickele und produziere Leiterplatten insbesondere in der sogenannten HDI/Microvia Technik insbesondere für den Einsatz im Mobilfunkbereich.
Das Unternehmen habe im zweiten Quartal mit steigenden Umsätzen überrascht. Sie hätten bei 71,8 Mio. Euro gelegen im Gegensatz zu 63,5 Mio. Euro im Vorquartal. Im Zuge der wieder gestiegenen Auslastung, die derzeit zwischen 70% und 80% liege, hätten die Margen ebenfalls verbessert werden können. Insgesamt habe sich nach dem ersten Halbjahr eine Bruttomarge von 13,7% sowie eine EBIT-Marge von 5,6% ergeben. Die Stabilisierung der Ertragslage zeige sich auch im Nettoergebnis des zweiten Quartals in Höhe von 3,1 Mio. Euro.
Am Markt für mobile Telekommunikation, an dem AT&S als Systemlieferant tätig sei, lasse sich eine leichte Belebung erkennen. Die Hersteller von Mobiltelefonen lancierten neue Produkte und hofften auf das Weihnachtsgeschäft. Gehe diese Hoffnung jedoch nicht auf, dann wären die Läger Anfang nächsten Jahres wieder voll. Dies könnte wiederum eine schwächere Phase für die Systemlieferanten nach sich ziehen. Des Weiteren steckten Unternehmen der mobilen Telekommunikation große Hoffnung in das Chinageschäft. Hier baue AT&S eine Produktionsstätte in Shanghai auf, die bis Sommer 2002 fertigen solle. Das Unternehmen positioniere sich dadurch auf einem Mobilfunkmarkt mit den größten Wachstumschancen in den nächsten Jahren. AT&S sei spezialisiert auf die sogenannte HDI/Microvia-Technologie. Diese Technik der extrem feinen Strukturen und Bohrungen dürfte im Zuge der fortschreitenden Miniaturisierung überdurchschnittlich profitieren. AT&S gehöre neben Ibiden und Compeq zu den größten Produzenten von HDI/Microvia-Leiterplatten weltweit. Darüber hinaus beliefere AT&S den Weltmarktführer von Mobilfunkgeräten Nokia sowie Siemens. Allerdings ergebe sich hieraus auch eine hohe Abhängigkeit von diesen Kunden. Die Schließung des Augsburger Werks mit Kosten von 16 Mio. Euro belasteten das laufende Quartal. Für 2001/02 schätze man einen Gewinn je Aktie von 0,48 Euro und für 2002/03 von 1,04 Euro.
Angesichts der leichten Belebung des Mobilfunkmarktes und der wieder verbesserten Ertragslage von AT&S billige man der Aktie weiteres Kurspotenzial zu. Die gute Marktposition im Bereich HDI/Microvia mit den überdurchschnittlichen Wachstumschancen bewerte man höher als die Risiken des Rückschlagspotenzials des Mobilfunkmarktes.
Daher beginnen die Experten der LBBW ihr Rating mit einer Kaufempfehlung für diesen Wert.
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