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Analysen - Ausland
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22.11.2001
Repsol untergewichten
Helaba Trust
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Repsol-Aktie (WKN 876845) mit "untergewichten".
Repsol YPF sei in den Bereichen der Öl-/Gasförderung und -produktion tätig. Die Rohprodukte würden in Raffinerien verarbeitet und über das eigene Tankstellennetz vertrieben. Gas werde an etwa 8,2 Mio. Industrie- und Privatkunden in Spanien und Lateinamerika ausgeliefert. Nach der erfolgreichen Übernahme des argentinischen Ölkonzerns YPF sei das nun unter dem Namen Repsol YPF firmierende Unternehmen in den Kreis der weltweit zehn größten Ölgesellschaften vorgedrungen. In Spanien, Argentinien und Teilen Lateinamerikas sei der Konzern Marktführer. Auch zukünftig sei eine Konzentration auf diese Märkte geplant.
Im 3. Quartal 2001 hätten die Spanier ein operatives Ergebnis von 1.234 Mio. Euro erzielt, was im Vorjahresvergleich einem Minus von 21,2% entspreche. Die hohe Verschuldung und die damit einhergehende Zinsbelastung habe sich in einem überproportionalen Rückgang des Nettogewinns um 31,2% auf 432 Mio. Euro niedergeschlagen. Die gesunkenen Öl- und Gaspreise hätten das Ergebnis im Upstreambereich belastet: Auf bereinigter Basis sei das EBIT um 37,2% auf 647 Mio. Euro gesunken. Die Downstreamsparte (operativer Gewinn +10,2% gegenüber dem Vorjahr) habe von der Erstkonsolidierung der chilenischen Lipigas profitiert, während das Chemiesegment angesichts der schwachen Branchenkonjunktur in die Verlustzone gerutscht sei.
Wenngleich die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten, offenbarten sie deutlich die Schwächen des Unternehmens. Zum einen belaste die immens hohe Verschuldung (Nettoverschuldung zu Eigenkapital 2001e: 119%), zumal diese seit Anfang 2001 trotz intensivster Bemühungen nur um 1,5% habe zurückgefahren werden können. Zum anderen hemme das starke Argentinienexposure (Gaskonsum 3. Quartal 2001 gegenüber dem Vorjahr: -28%). Die überdurchschnittliche Ölpreissensitivität lasse mit Blick auf die niedrigeren Ölpreiserwartungen die notwendigen Prognoserevisionen zudem deutlicher ausfallen als bei den Wettbewerbern.
Die Experten von Helaba Trust bekräftigen daher ihre Empfehlung, die Aktie unterzugewichten.
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