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Analysen - Ausland
19.11.2001
Berkshire Hathaway "strong buy"
Morgan Stanley Dean Witter

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Die Wertpapierspezialisten von Morgan Stanley Dean Witter raten den Investoren dazu, die Aktie des multinationalen Konzerns Berkshire Hathaway (WKN 900567) aggressiv zu kaufen.

Berkshire Hathaway sei ein unter den Fortune 100 gelistetes Firmenkonglomerat, das weltweit etwa 130.000 Angestellte beschäftigen würde. Die wichtigsten Geschäftszweige des multinationalen Konzerns seien Versicherungen, unter Ihnen der größte US-Versicherer General Re, der Autoversicherer GEICO und Berkshire Reinsurance. Bei der schieren Größe des Konglomerats seien Wachstumsraten, die 500 Basispunkte über dem Marktdurchschnitt liegen würden, kein unrealistisches Ziel und könnten sich besonders für langfristige Investoren als sehr lukrativ erweisen. Die Kosten im Versicherungsbereich würden mit 2% niedriger liegen, als der staatliche Kreditzinssatz der USA.

Diese geringfügige Kostenstruktur hätte Berkshire mit einem Investitionsportfolio mit einem Gesamtwert von 72 Mrd. US-Dollar ausgestattet. Außerdem würden die Betriebe des Konzerns jährlich 22 Mrd. US-Dollar Gewinn abwerfen, Investitionsgewinne nicht eingerechnet. Die Bilanz des Konglomerats würde zudem nach Schätzung der Analysten frei verfügbares Kapital in Höhe von 20 – 25 Mrd. US-Dollar ausweisen. Weitere Pluspunkte seien die guten Wachstumsaussichten auf dem Versicherungssektor, die partnerschaftliche Strategie gegenüber den Aktionären und das Joint Venture mit Leucadia. Besorgt seien die Analysten lediglich über die noch ungeklärte Nachfolge des charismatischen Vorstandsvorsitzenden Warren Buffett und makroökonomische Risikofaktoren wie Inflation und Zinsrisiken.

Um die Aktie zu bewerten, hätten die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter ihre traditionelle Float Methode angewandt, die derzeit eine faire Bewertung der Aktie bei 96.500 – 109.800 US-Dollar sehen würde. Nachdem die Aktie in Zeiten des Booms unterdurchschnittlich performed hätte, würden die Experten bei der jetzigen Rezession damit rechnen, dass das Wertpapier nun eine überdurchschnittlich gute Entwicklung nehmen würde. Das sei vor allem deshalb zu erwarten, da die Bilanz des Konzerns weniger dem Risiko deflationärer Tendenzen ausgesetzt sei, als der Marktdurchschnitt. Außerdem seien die Möglichkeiten von Berkshire Hathaway, sich tiefpreisige Vermögenswerte anzueignen, überdurchschnittlich ausgeprägt.

Die Analysten seien der Ansicht, dass sich der Konzern allein aufgrund des guten Leumunds des Managements zu einem der weltweit vertrauenswürdigsten Partner bei Übernahmen, Finanzierungen und anderen Transaktionen entwickelt hätte. Berkshire sollte in der Lage sein, diesen guten Ruf gemeinsam mit seinen anderen Stärken, insbesondere seinem Kapital und seiner Liquidität, zu nutzen, um in den nächsten ein bis zwei Jahren von Investitionen und Wachstumsmöglichkeiten profitieren zu können.

Die Analysten würden im Geschäftsjahr 2001 ein EPS der Aktie von 87 US-Dollar erwarten, das sich im Fiskaljahr 2002 ganz erheblich auf 2200 US-Dollar steigen könnte.

Vor diesem Hintergrund würden die Börsenspezialisten von Morgan Stanley Dean Witter den Investoren dazu raten, die Aktie von Berkshire Hathaway aggressiv zu kaufen.



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