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Analysen - Ausland
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19.11.2001
Lilly (Eli) & Co "accumulate"
Merrill Lynch
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Die Investmentbanker von Merrill Lynch raten weiterhin dazu, die Aktie des US-amerikanischen Pharmakonzerns Lilly (Eli) & Co (WKN 858560) zu akkumulieren.
Auf dem 14. jährlichen U.S. Psychiatric and Mental Health Kongreß in Boston hätte Lilly positives Datenmaterial über seinen dualen Serotonin-Norepinphrin Inhibitor (SNRI) Duloxetine zur Behandlung von Depressionen vorgestellt. Lilly würde den Antrag auf Genehmigung bei der FDA voraussichtlich noch vor Ende diesen Jahres stellen, so das eine Markteinführung von Duloxetine für das 4. Fiskalquartal 2002 zu erwarten sei. Dem vorgelegten Datenmaterial zur Folge sei die Effizienz von Duloxetine der von Placebos und der des Präparates Paxil des Mitwettbewerbers GlaxoKlineSmith bei der Behandlung von Depressionen überlegen. Aufgrund der doppelten Wirkung auf den Serotonin- und den Norepinphrinspiegel der Patienten hätte Duloxetine eine höhere Remissionsrate und eine bessere Wirkung auf Schmerzsymptome bei einem Nebeneffektprofil, das bei den ausgelösten Fällen von Hypertension mit dem von Placebos vergleichbar sei. Demnach hätte Duloxetine nur bei 0,7% aller behandelten Patienten Hypertension ausgelöst, während es bei den Placebos 0,4% seien. Ein weiterer Vorteil des Präparates sei seine flexible Dosierung. Mit seiner Fähigkeit, physische Symptome wie Schmerzen zu erleichtern, hätte Duloxetine auch Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Produkt Effexor der Firma American Home Products. Außerdem würde die Hypertensions-Rate unter den behandelten Patienten mit 3% bei Effexor wesentlich höher liegen.
Aufgrund dieser positiven Testdaten für Duloxetine würden sich die Analysten in ihren Prognosen bestätigt sehen und in den Geschäftsjahren 2002, 3003, 2004 und 2005 stetig steigende Umsätze des Präparates von 10 Mio., 130 Mio., 475 Mio. und schließlich 744 Mio. US-Dollar erwarten. Diese Schätzungen könnten sich als konservativ erweisen, falls es Lilly gelingen sollte, die Genehmigung für Duloxetine auch gegen Indikationen wie Schmerzen und durch Streß ausgelöste Inkontinenz zu erhalten. Der US-Markt für Antidepressiva halte den 6. Rang bei den am schnellsten wachsenden Therapeutika inne. Im Geschäftsjahr 2001 würden auf diesem Sektor Gesamtumsätze von 11 Mrd. US-Dollar (+8,4%) erwartet, von denen SNRIs wie Duloxetine das am schnellsten wachsende Segment seien. Die Experten würden für die Aktie von Lilly im laufenden Geschäftsjahr 2001 ein EPS von 2,75 US-Dollar erwarten und im Finanzjahr 2002 mit einem Gewinn pro Aktie von 2,69 US-Dollar rechnen.
Vor diesem Hintergrund raten die Börsenspezialisten von Merrill Lynch auch weiterhin mittelfristig zum Akkumulieren und langfristig zum Kauf der Aktie von Lilly (Eli) & Co.
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