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Analysen - Ausland
20.11.2001
Societe Generale "outperform"
Hornblower Fischer

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Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien der Societe Generale (SocGen) (WKN 873403) mit "outperform" ein.

Die französische Großbank Societe Generale habe vor dem Hintergrund der widrigen Verhältnisse an den Finanzmärkten im vergangenen Quartal ein nach Einschätzung der Analysten von Hornblower Fischerzufriedenstellendes Ergebnis erzielen können Mit einem um 20% rückläufigen Nettogewinn sei zwar die Konsensusschätzung der Analysten verfehlt worden, das Retail- und Asset Management-Geschäft habe sich aber erneut als relativ widerstandsfähig erwiesen. Ähnlich wie in den Vorquartalen habe das Institut vom prosperierenden heimischen Retail-Banking profitiert.

Im Vergleich zum Vorjahr habe SocGen das Net Banking Income, getrieben von höheren Zins- und Provisionsüberschüssen, um 10,7% auf 1,88 Mrd. Euro steigern können. Gleichzeitig habe der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 10,3% auf 278 Mio. Euro gesteigert werden, im Vergleich zum 2. Quartal 2001 ermäßigte sich der Jahresüberschuss lediglich um knapp 6% auf 278 Mio. Euro. Deutlich stärker habe die Gruppe in der Division Asset Management & Private Banking erzielen können, hier habe sich das Net Banking Income um fast 30% auf 294 Mio. Euro erhöht. Angesichts deutlich steigender Kosten sei das Ergebnis jedoch um 22% auf 54 Mio. Euro zurückgegangen. Positiv stimmt die Analysten von Hornblower Fischer jedoch das die Neuzuflüsse (Net New Money) nach plus 2,8 Mrd. Euro im 2. Quartal nochmals auf 4,1 Mrd. Euro gesteigert werden konnten.

Im Vergleich dazu sei das Corporate & Investmentbanking-Geschäft nochmals schwächer verlaufen, wobei sich die Ertragserosion zu stabilisieren scheine. Darauf deute nicht zuletzt die 50%ige Ergebnisverbesserung gegenüber dem 2. Quartal hin. Im Vorjahresvergleich habe sich der Nettogewinn um 16,3% auf 201 Mio. Euro ermäßigt. Während sich die Corporate Banking-Unit (+226% gg. Quartal 2000) das bisher höchste Quartalsergebnis erwirtschaften konnte, sei das Equity- & Advsory-Geschäft (-112% gegenüber Quartal) durch höhere Restrukturierungskosten (37 Mio. Euro) und deutlich rückläufige M&A-Transaktionen negativ tangiert worden. Allerdings habe der Verlust durch ein gut laufendes Derivategeschäft auf 21 Mio. Euro begrenzt werden können. Obgleich SocGen CEO Daniel Bouton mit Blick auf das vierte Quartal wenig Optimismus vermittelte, habe dass Papier die seit dem Jahresanfang andauernde Outperformance gegenüber dem Dow Jones Euro Stoxx 50 zuletzt weiter ausbauen können.

Nach Erachten der Analysten von Hornblower Fischer gehört SocGen zu jenen Banken in der Eurozone, die von einer Erholung an den Kapitalmärkten überdurchschnittlich profitieren werden. Darüber hinaus weise die Aktie mit einem geschätzten 2001er KGV von 11,7 sowohl gegenüber dem Referenzindex als auch im Vergleich zu dem Durchschnitts KGV der Europäischen Banken einen merklichen Bewertungsabschlag auf.

Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten von Hornblower Fischer den Titel von "marketperform" auf "outperform" mit einem Kursziel von 75 Euro herauf.



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