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Analysen - Neuer Markt
16.11.2001
AT&S neutral
Erste Bank

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Die Analysten von der Erste Bank stufen die Aktien der AT&S AG (WKN 922230) weiterhin auf "neutral" ein.

Der österreichische Leiterplattenhersteller habe diese Woche Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2001/02 (zum 30.September) bekannt gegeben, welche leicht über den Erwartungen gelegen und somit positiv überrascht hätten. Insbesondere der Einbruch am internationalen Mobilfunkmarkt sowie die Verlustentwicklung im Werk in Augsburg hätten eine schlechtere Entwicklung erwarten lassen.

Bei einem um 8,3% auf 125 Mio. Euro gesunkenen Umsatz habe das Unternehmen ein Betriebsergebnis (EBIT) von 7,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies entspreche einer EBIT-Marge von 5,6% (16,1%). Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) habe sich auf 26,2 Mio. (37,1) Euro verschlechtert, was einer EBITDA-Marge von 19,4% (25,2%) entspreche. Das Ergebnis je Aktie - AT&S bilanziere nach US-GAAP - sei mit 0,16 (0,6) Euro angegeben worden.

Das Gesamtjahr 2001/02 werde maßgeblich vom Weihnachtsgeschäft und der konjunkturellen Entwicklung abhängen, welche nach wie vor von hoher Unsicherheit geprägt sei. Im dritten Quartal werde das Ergebnis durch die Schließungskosten des Werks in Augsburg in Höhe von 16 Mio. Euro belastet. Zu berücksichtigen sei jedoch, dass durch die Schließung auch ein Verlustposten in der Bilanz für die weiteren Quartale wegfalle.

Solle das Weihnachtsgeschäft nicht wunschgemäß laufen, sei mit einem Lageraufbau zu rechnen, der die nächsten Quartale belasten würde. Bei der Erste Bank sei man von den langfristigen Chancen des Unternehmens nach wie vor überzeugt. Aufgrund der Unsicherheit betreffend der Nachhaltigkeit der verbesserten Auftragssituation wird aber vorerst bei "neutral"-Einschätzung geblieben.



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