|
Analysen - Neuer Markt
|
14.11.2001
Constantin Film halten
LB Baden-Württemberg
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg raten die Aktien der Constantin Film AG (WKN 580080) zu halten.
Constantin Film sei seit mehr als zwei Jahrzehnten als führender Produzent von Spielfilmen und Verleiher mit internationaler Ausrichtung tätig. Die wesentlichen Umsatzträger seien die Bereiche Kino, TV und Auftragsproduktion mit einem jeweiligen Umsatzanteil zum Ende des dritten Quartals von 41,1%, 28,6% bzw. 10,8%.
Getragen von dem Erfolg des Kinofilmes "Der Schuh des Manitu", der seit Startbeginn 9,5 Millionen Besucher ins Kino gezogen habe, habe Constantin Film im dritten Quartal einen Umsatz von 40,9 Mio. Euro bei einem EBIT von 5,3 Mio. Euro erzielt. Damit habe das Unternehmen den zum Halbjahr ausgewiesen EBIT-Verlust in Höhe von 1,7 Mio. Euro mehr als kompensieren und für die Neunmonatsperiode ein EBIT in Höhe von 3,6 Mio. Euro ausweisen können. Allerdings habe das vergleichbare Vorjahresergebnis in Höhe von 5,3 Mio. Euro aufgrund der weniger profitablen Vermarktung einzelner Filme aus den Output-Deals nicht erreicht werden können. Der Umsatz habe zum Ende des dritten Quartals mit 85,9 Mio. Euro um 5,4% über dem Vorjahresniveau gelegen.
Für das vierte Quartal würden die Analysten eine sich wieder abschwächende Umsatz- und Ertragsdynamik erwarten. Angesichts des dicht gedrängten Angebotes an attraktiven Spielfilmen im Kino dürften die von Constantin Film in den Verleih gebrachten Fremdproduktionen "Banditen! und "The Man Who Wasn’t There" sowie die im Dezember startende internationale Koproduktion "Die Männer Ihrer Majestät" voraussichtlich eine eher durchschnittliche Performance aufweisen. Für das Gesamtjahr erwarte man einen Umsatz in Höhe von 111,4 Mio. Euro und ein EBIT vor Sonderabschreibung von 3,8 Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung dieses Abschreibungsvolumens im Zuge der Anwendung der US-GAAP-Anforderung an die Reduzierung der Filmauswertungsdauer von 20 Jahren auf 10 Jahre und der Verkürzung der Abschreibungsdauer für Projektentwicklungskosten dürfte sich das EBIT auf minus 31,2 Mio. Euro verringern. Mittelfristig würden die Analysten jedoch davon ausgehen, dass die Reduktion des Filmerwerbanteils aus Output-Deals zu Gunsten des Erwerbs von Einzelfilmen infolge der damit einhergehenden Verbesserung der Qualitäts- und Kostenkontrolle dem Unternehmen wieder höhere Gewinnmargen bescheren werde.
Trotz der mit Blick auf das Geschäftsjahr 2002 sich verbessernden Ertragsperspektiven behalten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg in Erwartung von Portfolioumschichtungen infolge des per 27. Dezember 2001 greifenden Ausschlusses aus dem NEMAX50 vorerst ihre Einstufung der Aktie auf "halten" bei.
|