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Analysen - Nebenwerte
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16.08.2007
Jungheinrich akkumulieren
AC Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Vorzugsaktien von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) zu akkumulieren.
Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal und das erste Halbjahr 2007 bekannt gegeben.
Demnach habe das Unternehmen im zweiten Quartal 2007 die Umsatzerlöse im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 19% auf 499 Millionen Euro steigern können. Das EBIT habe sich gleichzeitig um 32% auf 36 Millionen Euro verbessert. Der Nachsteuergewinn sei allerdings aufgrund einer höheren Steuerquote nur deutlich unterproportional um 8% auf 21,6 Millionen Euro erhöht worden.
Im gesamten ersten Halbjahr 2007 habe der Konzern damit bei einem Umsatzanstieg um 19% auf 955 Millionen Euro das EBIT um 23% auf 62,2 Millionen Euro steigern können. Der Nachsteuergewinn habe sich um 2,2 Millionen Euro auf 35,3 Millionen Euro oder 1,04 Euro je Aktie erhöht.
Die vorgelegten Zahlen seien nach Ansicht der Analysten von AC Research gut ausgefallen. Besonders positiv werte man die Erhöhung der EBIT-Marge im zweiten Quartal auf 7,2%. Dabei habe das Unternehmen von einem Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Flurförderzeugen im zweiten Quartal um fast 13% profitiert. Dabei sei das Wachstum in Ost- und Westeuropa mit 51 bzw. 18% überdurchschnittlich ausgefallen. Wachstumstreiber sei aber auch China mit einem Zuwachs um 24% gewesen. Lediglich der nordamerikanische Markt habe sich mit einem Rückgang um 15% schwach entwickelt. Durch die hohen Auftragseingänge und wegen der Produktivitätssteigerung in den Werken hätten Belastungen durch die weiter hohen Rohstoffpreise und den wettbewerbsbedingten Preisdruck im Neugeschäft mehr als ausgeglichen werden können.
Die weiteren Geschäftsaussichten beurteile man ebenfalls gut. So werde weiterhin mit einer hohen Nachfrage nach Flurförderzeugen gerechnet, wenngleich die Wachstumsdynamik möglicherweise etwas nachlassen werde. Vor diesem Hintergrund rechne die Konzernleitung nunmehr 2007 mit einem Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Zuvor sei das Management der Gesellschaft lediglich von einem Umsatz von mehr als 1,9 Milliarden Euro ausgegangen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes habe zum 30. Juni 2007 mit 340 Millionen Euro um 25% über dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen. Vor diesem Hintergrund und auf Basis der erfreulichen Halbjahreszahlen würde die neue Zielmarke insgesamt erreichbar erscheinen.
Beim gestrigen Schlusskurs von 29,07 Euro erscheine die Aktie mit einem KGV 2008e von gut 11 weiterhin relativ moderat bewertet. Vor dem Hintergrund der positiven konjunkturellen Entwicklung rechne man auch in den kommenden Monaten mit Ausnahme von Nordamerika mit einer erfreulichen Geschäftsentwicklung. Steigende Rohstoffkosten und einen zunehmenden Preisdruck im Neugeschäft sehe man gleichzeitig als die zentralen Risikofaktoren für die weitere Entwicklung. Ab 2008 sei zudem auch im Zuge der Unternehmenssteuerreform in Deutschland mit einer sinkenden Steuerquote zu rechnen.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Jungheinrich zu akkumulieren. (Analyse vom 16.08.2007) (16.08.2007/ac/a/nw)
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