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Analysen - Ausland
14.11.2001
UBS Outperformer
LB Baden-Württemberg

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Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg bewerten die Aktien von UBS (WKN 914830) mit dem Rating "Outperformer".

Die Schweizer Großbank UBS gehöre international zu den bedeutendsten Vermögensverwaltern und sei im Investment Banking über UBS Warburg tätig. Durch die Übernahme des viertgrößten US-amerikanischen Private-Client-Brokerhauses PaineWebber im November 2000 habe sie ihre Position im amerikanischen Private-Banking-Markt ausgebaut.

In den ersten neun Monaten 2001 habe das Nettoergebnis der UBS in Höhe von 3,9 Mrd. Schweizer Franken den Vorjahreswert um 39% unterschritten. Beim Vergleich der Neunmonatszahlen sei allerdings nicht nur das wesentlich schwächere Marktumfeld, sondern auch die Konsolidierung von PaineWebber ab November 2000 zu berücksichtigen. Das dritte Quartal habe sich im Vergleich mit den beiden Vorquartalen enttäuschend schwach entwickelt. Aufgrund deutlich rückläufiger Erträge sowie einer kräftig erhöhten Kreditrisikovorsorge habe ein Einbruch beim Nettoergebnis von 35% gegenüber dem zweiten Quartal und von 43% gegenüber dem ersten Quartal ausgewiesen werden müssen. Obwohl sich die investierten Kundenvermögen im dritten Quartal währungs- und performancebedingt um 11% auf 2 280 Mrd. Schweizer Franken verringert hätten, hätten in sämtlichen Bereichen erfreuliche Nettomittelzuflüsse von insgesamt 35 Mrd. Schweizer Franken erzielt werden können.

Der Ausblick der UBS für den restlichen Jahresverlauf sei angesichts der eingetrübten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verhalten. Hierzu dürfte auch das Private-Equity-Geschäft beitragen, das im abgelaufenen Quartal wieder einen Verlust habe ausweisen müssen (-112 Mio. Schweizer Franken vor Steuern). Von einem umfassenden Mitarbeiterabbau zur Steigerung ihrer Profitabilität sehe die UBS derzeit anders als viele ihrer Konkurrenten ab. Die Analysten-Schätzung für das Ergebnis je Aktie 2001 passe man aufgrund des eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds und des enttäuschenden Ergebnisses des dritten Quartals auf 4,00 Euro an. Die 2002er Schätzung werde auf 5,10 Euro je Aktie reduziert. Nach drei positiven Quartalen in Folge dürfte sich hier mittlerweile eine nachhaltige Trendwende abzeichnen.

Angesichts ihrer starken Position im Vermögensverwaltungsgeschäft sehen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg die UBS für einen zukünftigen Wirtschaftsaufschwung sehr gut aufgestellt, so dass die Experten die Einschätzung der UBS-Aktie bei Outperformer belassen.



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