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Analysen - Neuer Markt
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12.11.2001
DAB Bank "outperform"
Hornblower Fischer
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Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Aktien der DAB Bank (WKN 507230) mit "outperform" ein.
Die DAB Bank werde am kommenden Donnerstag ihre detaillierten Zahlen für das vergangene Quartal vorlegen. Das Trading-Statement habe der Broker bereits vorab veröffentlicht. Demnach habe der mehrheitlich zur HypoVereinsbank gehörende Online Broker wie in den zwei letzten Quartalen das höchste Kundenwachstum unter den deutschen Onlinebanken (+5% auf 526.124 Kunden) verzeichnet, davon würden 106 Tsd. aus dem Ausland stammen. Da die Handelsaktivitäten (inkl. Self Trade) laut Auskünften von DAB in den Monaten Oktober und November recht ermutigend waren, rechne die Firma für das vierte Quartal mit etwa 20-30 Tsd. zusätzlichen Kunden.
Der Optimismus des Hornblower Fischer Researchteams wird aber weniger durch die Kundenzahl als vielmehr durch dem Fokus auf das Vermögensverwaltung genährt. Der Münchener Broker verfüge neben der Vielzahl von Partnerschaften mit unabhängigen Vermögensverwaltern (IFA´s) sowie einem breit diversifizierten Produktangebot über eine starke Stellung im B2B-Segment. Dies schlage sich beim Depot- und Kundenvermögen (Assets under Management, AUM) nieder. Obgleich die Assets im Vergleich zum Vorjahr spürbar auf 10,5 Mrd. Euro (Vgl: Consors 3. Quartal 01: 6,2 Mrd.) abgenommen haben, nehme der Broker hier im deutschen Vergleich eine eindeutige Spitzenstellung ein. Positiv stimmt die Analysten von Hornblower Fischer weiterhin, dass die Gesellschaft bei den Kostensenkungsmaßnahmen merkliche Fortschritte gemacht hat. Dies werde aber nicht ausreichen, um im Konzern für das laufende Jahr schwarze Zahlen zu schreiben.
Die Analysten von Hornblower Fischer gehen für 2001 von Gesamterlösen von 165 Mio. Euro sowie einem Konzernverlust von etwa 100 Mio. Euro aus. Obgleich der Münchener Broker angesichts der aussichtsreichen Aufstellung nach wie vor der Favorit der Analysten von Hornblower Fischer im europäischen Online Brokeragesektor ist, ist im gegenwärtigen Aktienkurs bereits eine Menge an "good news" eingepreist, so dass der Bewertungsspielraum ihres Erachtens begrenzt ist. Zwar sei DAB unter der Kennziffern Market Cap/AUM noch günstiger bewertet als beispielsweise Consors, unter der Einbeziehung andere Größen wie Market Cap/Revenues oder Market Cap/Accounts erscheint den Hornblower Fischer Analysten Consors derzeit günstiger.
Dennoch ziehen die Analysten von Hornblower Fischer die DAB-Aktie den Konkurrenten Consors und comdirect vor. Als führender B2B-Anbieter werde DAB überdurchschnittlicher von dem zunehmenden Nachfrage nach Fonds (private Vorsorge, Riester-Rente) profitieren als die Wettbewerber. Darüber hinaus rechtfertigt das exzellente Branding sowie die vielfältigen strategischen Optionen bzw. Partnerschaften eine Höherbewertung.
Daher stufen die Analysten von Hornblower Fischer sie Aktien der DAB Bank mit "outperform" ein, wobei das Kursziel auf 18 Euro taxiert wird.
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