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News - Nebenwerte
07.11.2001
S.A.G. Solarstrom über Erwartungen
Baader Bank

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Die am Prädikatsmarkt der Bayerischen Börse notierte S.A.G. Solarstrom AG (WKN 702100), Freiburg, hat ihren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2000/2001 (Ende 30.04.2001) vorgelegt. Dies berichten die Wertpapierexperten von Baader.

Sowohl Umsatz als auch Ergebnis hätten die eigenen Erwartungen übertroffen. Im Sommer 2000 habe die S.A.G. mit großem Erfolg eine 50%ige Kapitalerhöhung (2.351.250 junge Aktien à 7,50 Euro) platziert, wodurch rund 34,5 Mio. DM in die Kasse geflossen seien. Die Mittel hätten vorrangig der Akquisition der Solar-Energie-Systeme GmbH (SES), Freiburg, gedient sowie dem verstärkten Ausbau der S.A.G.-Solarkraftanlagen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien rund 32 Mio. DM in neue Solarkraftwerke investiert worden, deren Gesamtleistung zum 30.04.2001 bei 2,9 MWp (Vorjahr 0,6 MWp) gelegen habe.

Durch das seit 1. April 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalte die S.A.G. für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom 99 Pfennig. Die SES sei am 30.09.2000 zu 100% für rund 5,5 Mio. DM übernommen worden. Sie installiere die von der S.A.G. errichteten Solarkraftwerke und habe im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis von 738 TDM erzielt.

Nicht zuletzt durch SES habe sich der Personalstand in der S.A.G.-Gruppe von 6 auf 45 Mitarbeiter zum Geschäftsjahres-Ende erhöht. In den konsolidierten Konzernabschluss seien neben der SES die zwei schon länger bestehenden S.A.G.-Tochtergesellschaften in Österreich und in der Schweiz sowie die neu gegründete AS Engineering, Bern, eingegangen.

Hinsichtlich des Umsatzes habe die S.A.G.-Gruppe um satte 294% auf 4,976 Mio. DM zugelegt. Etwa 54% des Umsatzes seien dabei durch den Verkauf von Solarstromanlagen und -modulen erziel worden. Der Konzernjahresfehlbetrag nach HGB habe sich von 1,8 Mio. auf 3,0 Mio. DM. Erhöht. Das ausgewiesene DVFA-Ergebnis, bei dem beispielsweise die Kosten der Kapitalerhöhung bereinigt würden, bessere sich von -1,3 Mio. auf -0,9 Mio. DM. Äußerst solide präsentiere sich nach wie vor die Eigenkapitalausstattung mit einer Quote von 70,58%. Im Geschäftsbericht sei auf die Veröffentlichung einer Kapitalflussrechnung verzichtet worden. In der Bilanz seien als liquide Mittel rund 25 Mio. DM ausgewiesen worden.

Aufgrund der jüngsten, wegen eines Formfehlers abgesagten Kapitalerhöhung rechne die S.A.G. im laufenden Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag von 4,7 Mio. DM. Nach Baader-Berechnungen dürfe die S.A.G. zur Zeit über rund 10 Mio. DM liquider Mittel verfügen. Hier habe das Unternehmen die schwierige Aufgabe, zu prüfen, inwieweit die Mittel in den weiteren Ausbau der Solaranlagen gesteckt oder mit vielleicht höherer Rendite in den Gruppenausbau investiert werden sollten. Ein Joint Venture sei bereits angekündigt.



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