|
Analysen - Ausland
|
09.11.2001
Wells Fargo "outperform"
Hornblower Fischer
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten von Hornblower Fischer stufen die Wells Fargo-Aktie (WKN 857949) mit "outperform" ein.
Die US-amerikanischen Regionalbanken hätten im dritten Quartal ihre operativen Ergebnisse gegenüber dem Vorquartal um 3% und im Vergleich zum Vorjahr um 4% verbessern können. Der durchschnittliche Nettogewinn sei angesichts einmaliger Sonderaufwendungen jedoch um 16% gegenüber der Vorjahresperiode zurückgegangen. Wegen der rückläufigen Konjunktur habe sich zudem die Kreditqualität und das Kreditwachstum der Institute teilweise merklich verschlechtert. Während Wells Fargo mit einer Steigerung von 10% auf Jahresbasis das größte Wachstum in der Periode verzeichnen konnte, habe die Bank of America einen Rückgang um 44% hinnehmen müssen.
Im Vergleich dazu seien die Netto-Zinsmargen recht stabil gewesen, 10 von 16 Banken hätten sogar eine moderate Verbesserung der Margen verbuchen können. Verbessert habe sich gleichzeitig die Aufwandsquote, die im Durchschnitt um 150 BSP gesunken sei. Das vergleichsweise gute fundamentale Umfeld der Regionalbanken habe sich auch in der diesjährigen Kursentwicklung widergespiegelt. Während der S&P 500 im laufenden Jahr ein Minus von 12% hinnehmen musste, habe der S&P Banks Composite (SPBNKC), der Index der Regionalbanken, nur etwa 3% an Wert verloren. An der Spitze der Top-Performer im SPBNKC habe sich die Bank of America mit einem Plus von 37% positioniert. Dagegen habe Bank of New York (-32%), Mellon Financial und Wells Fargo mit je -24% die größten Federn lassen müssen. Neben der im Vergleich zur Benchmark besseren Kursentwicklung erscheinen den Analysten von Hornblower Fischer die Regionalbanken auch unter fundamentalen Aspekten in einem besseren Licht. Sowohl im PE- als auch im Price/Book (P/B)-Vergleich seien Regionalbanken im Durchschnitt günstiger bewertet. Gemäß der Konsensschätzungen billige der Markt dem S&P im kommenden Jahr ein KGV (P/B: 3,3) von 24 zu, während der SPBNKC ein KGV (P/B: 2,3) von 15,3 erwarten lasse.
Zu den Top-Favoriten der Analysten von Hornblower Fischer gehören nach wie vor Bank of America (BAC) und Wells Fargo (WFC). Daneben können die Analysten sich noch für FleetBoston Financial (FBF) erwärmen. Alle diese Werte seien in Relation zum S&P günstig bewertet und würden somit spürbares Kurspotential versprechen. Abgesehen von der Bank of America rechnen die Analysten von Hornblower Fischer bei den von ihnen gecoverten Instituten für 2002 mit einem EPS-Wachstum von 35% bzw. 50%. Die zukünftige Ergebnisentwicklung der einzelnen Gesellschaften werde nach Erachten der Analysten eher von der Erwartung einer wirtschaftlichen Erholung in USA bzw. der Capital-Markets-Aktivitäten – statt aus weiter fallenden Zinsen - resultieren. Von dieser Aussicht würden die von ihnen ausgewählten Regionalbanken überdurchschnittlich profitieren.
Da die Analysten von Hornblower Fischer wegen der Konjunkturflaute höhere Kreditausfälle der Großbanken einkalkulieren, haben sie auf die ohnehin reduzierten IBES-Gewinnschätzung einen weiteren Abschlag vorgenommen. Insgesamt stufen die Analysten von Hornblower Fischer die Aktien von Wells Fargo mit "outperform" ein.
|