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Analysen - DAX 100
08.11.2001
Fresenius Medical Care "buy"
SEB

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Der SEB-Analyst Hans-Peter Ewert bewertet die Aktie der Fresenius Medical Care AG (WKN 578580) weiterhin mit "buy".

In den ersten drei Quartalen 2001 habe FMC seinen Wachstumskurs fortsetzen können. Allerdings habe der Konzern erstmals im dritten Quartal zusätzliche Aufwendungen zu verkraften gehabt. Diese würden auch im vierten Quartal und im kommenden Jahr anhalten und hätten die Ertragserwartungen leicht eingetrübt.

Der Konzernumsatz sei im Dreivierteljahr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 15,1% auf 3,59 Mrd. US-Dollar gestiegen. Die Dialysedienstleistungen seien mit einem Plus von 20,8% deutlich stärker (Produktumsätze plus 1,6%) gewachsen. Davon sei etwa die Hälfte auf organisches Wachstum und die andere Hälfte auf Akquisitionen zurückzuführen gewesen. Der internationale Bereich, das seien die Dialysemärkte außerhalb Nordamerikas, hätten sich besser als Nordamerika selbst entwickelt. Die durchschnittlichen Erlöse je Dialysebehandlung hätten weiter gesteigert werden können.

Bezogen auf das Dreivierteljahr habe sich das operative Ergebnis um 3,8% auf über 458 Mio. US-Dollar erhöht. Es bleibe damit hinter dem Umsatzzuwachs zurück. Der Grund dafür liege in einem um knapp 3% gesunkenen operativen Ergebnis im 3. Quartal. Ursache für diesen Ergebnisrückgang seien erhöhte Wertberichtigungen auf Forderungen sowie zusätzlich angefallene Rechtskosten für Streitigkeiten mit privaten Krankenversicherungsunternehmen in Nordamerika, die in der Summe 12 Mio. US-Dollar ausmachen würden.

Dabei seien die erhöhten Wertberichtigungen als Vorsorgeaufwendungen anzusehen. Sie würden ergebnissteigernd aufgelöst, wenn die damit zusammenhängenden Rechtsstreitigkeiten zugunsten von FMC ausgingen. Kaum veränderte Zinsaufwendungen und absolut gesunkene Ertragsteuern und Minderheitenanteile hätten beim Nettoergebnis wieder für einen zweistelligen Zuwachs gesorgt: +17,4% auf 180 Mio. US-Dollar.

Für das gegenwärtige 4. Quartal und auch das gesamte kommende Jahr werde das operative Ergebnis belastet bleiben. In Summe werde FMC in 2002 um 50 Mio. US-Dollar höhere Aufwendungen haben. Erst im Jahr 2003 sei von einer Entlastung auszugehen. Das bedeute, dass die EBIT-Marge in 2002 über alle Quartale um gut einen Prozentpunkt gedrückt bleiben werde.

Aufgrund der in Aussicht gestellten Ergebnisbelastungen haben die SEB-Analysten Gewinnschätzungen nach unten revidiert. Ebenso habe man das Kursziel auf 85 Euro zurückgenommen. Die Empfehlung belasse man jedoch bei "buy", da die FMC-Aktien relativ konjunkturresistent seien und sich insgesamt besser als der Markt entwickeln dürften. Die leichte Verlagerung des Ergebnisniveaus nach unten dürfte vorübergehender Natur sein; an den langfristigen Aussichten für FMC ändere sich dadurch nichts. Die Dialyse bleibe ein stabiler Wachstumsmarkt.

Aus diesem Grund belässt der Analyst der SEB die FMC-Aktie weiterhin auf "buy".



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