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Analysen - DAX 100
05.11.2001
Fresenius halten
EURO am Sonntag

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Die Analysten der "EURO am Sonntag" raten die Aktie der Fresenius AG (WKN 578563) zu halten.

Bisher hätten die Aktien der Fresenius AG und der Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care (FMC) als krisensichere Anlage gegolten. FMC habe fünf Jahre mit zweistelligem Gewinn- und Umsatzwachstum geglänzt. Am Dienstag sei dann die Wende gekommen. FMC-Boss Ben Lipps habe die Erwartungen für das Gewinnwachstum 2001 von 20% heruntergeschraubt. Infolge dessen hätten die WestLB und die Commerzbank den Titel herabgestuft. Die Aktien der FMC sowie die des Mutterkonzerns seien um fast 10% eingebrochen.

75% des gesamten Konzernumsatzes würden von FMC stammen. Somit sei Fresenius abhängig von FMC. Daneben dürfte sich der Clinch mit zwei amerikanischen Krankenkassen über Labor- und Therapiekosten aus früheren Jahren 2003 hinziehen.

Die negativen Zahlen von FMC würden sich auf das Ergebnis des Gesamtkonzerns auswirken: Statt wie geplant zweistellig pro Jahr werde der Gewinn von Fresenius bis 2003 lediglich einstellig wachsen. In den ersten neun Monaten sei der Gewinn um 5% auf 589 Mio. Euro geklettert.

Neben der FMC-Schwäche bestünden auch Produktionsprobleme beim Infusions-Spezialisten Kabi. Die Umstellung von Glas- auf Plastikbeutel habe 7 Mio. Euro gekostet und 33 Mio. Euro habe ein neues Werk verschlungen. Bis zum Jahr 2005 sollten die Margen von sechs auf 15% klettern und Kabi an die Börse gehen.

Die Empfehlung der Analysten der "EURO am Sonntag" für die Fresenius-Aktie lautet "halten".



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