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Analysen - Ausland
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02.11.2001
Austrian Airlines underperform
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Erste Bank bewerten die Austrian Airlines-Aktie (WKN 875224) mit "underperform".
Die krisenhafte Situation der europäischen Luftfahrt habe sich durch die Anschläge am 11.September weiter verschärft. Die stark zurückgegangene Nachfrage habe mittlerweile ein katastrophales Niveau erreicht und werde sich vehement auf die Jahresergebnisse auswirken. Aufgrund des hohen Verschuldungsgrades vieler Fluglinien sei eine konstante Nachfrage zum Überleben notwendig, wobei mit Swissair bereits das erste Opfer gefordert worden sei.
Auch die österreichische Austrian Airlines, welche bereits vor den Anschlägen eine geringe Profitabilität bei hoher Verschuldung ausgewiesen habe, sei von der Krise in der internationalen Flugbranche nicht verschont geblieben. Das neue Management, welches seit Anfang Oktober aktiv sei, werde nach der Aufsichtsratsitzung am 22. November Strategien für die AUA-Gruppe präsentieren.
In den ersten neun Monaten 2001 seien 1,6% mehr Passagiere transportiert worden, wobei der Passagierladefaktor um 1,1% auf 72,2% angestiegen sei. Im September jedoch habe sich das Passagieraufkommen um 6,1% und der Passagierladefaktor um 4,5% verringert. Nachdem bereits das erste Halbjahr schlechter als erwartet verlaufen sei, hätten sich auch die beiden, traditionell wichtigsten Monate - durch die Krise getroffen – nicht den Erwartungen gemäß entwickelt.
Infolge korrigiere man die Gewinnschätzungen für 2001 von –0,06 Euro auf –3,70 Euro sowie für 2002 von 0,66 Euro auf –2,12 Euro. Für 2001 habe man Erträge durch den Verkauf von Flugzeugen in Höhe von 10 Mio. Euro und für 2002 Erträge in Höhe von 65 Mio. Euro berücksichtigt. Ebenso miteinbezogen seien die angekündigten Kosteneinsparungen im Personal von 15% für 2002.
Ihre Empfehlung stufen die Experten der Erste Bank von "neutral" auf "underperform" zurück.
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