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Analysen - DAX 100
01.11.2001
Fresenius übergewichten
Helaba Trust

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Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktien von Fresenius (WKN 578563) mit "übergewichten" ein.

Der Gesundheitskonzern gliedere sich seit 1999 in vier Einheiten. Schwerpunkt sei mit einem Umsatzanteil von knapp 75% die konsolidierte Beteiligung am Weltmarktführer für Dialysedienstleistungen und –produkte Fresenius Medical Care, der stark im US-Markt vertreten sei. Der Bereich Kabi umfasse Produkte zur Infusions- und Ernährungstherapie, wo Fresenius europaweit führend sei, sowie die häusliche Behandlung. Derzeit werde die Produktion gestrafft sowie die Expansion in Emerging Markets vorangetrieben. Der Börsengang dieses Segments sei frühestens für 2003 geplant. HemoCare beschäftige sich mit der Blutbehandlung, ProServe vor allem mit Klinikbetrieb und –management.

In den ersten neun Monaten seien die Erlöse um 20% gegenüber dem Vorjahr auf 5.343 Mio. Euro gestiegen. Der organische Zuwachs habe bei 7% gelegen, nach 6% im 1. Halbjahr. FMC habe um 21% zugelegt (organisch +10%). Kabi sei um 15% vorangekommen, HemoCare um 10% und ProServe vor allem akquisitionsbedingt um 32%. Das EBIT habe sich jedoch nur um 5% auf 589 Mio. Euro erhöht. Ursache seien erhöhte Rückstellungen für Gerichtsprozesse und Forderungen bei FMC im 3. Quartal gewesen sowie die planmäßig verlaufende Restrukturierung bei Kabi. ProServe und HemoCare hätten sich von einer niedrigen Basis aus verbessern können.

Ungeachtet eingetrübter Gewinnperspektiven bei FMC gehen die Analysten von Helaba Trust davon aus, dass sich die Fresenius-Titel in den kommenden Monaten positiv entwickeln würden. So dürfte die Restrukturierung bei Kabi in Kürze abgeschlossen werden und 2002 zu einer deutlichen Margensteigerung führen. ProServe integriere die akquirierten Kliniken zügig und verfüge über hohe Auftragsbestände. HemoCare habe den Turnaround geschafft.

Trotz kurzfristigem Vertrauensverlust von Investorenseite raten die Analysten von Helaba Trust aufgrund der günstigen Bewertung weiterhin zur Übergewichtung des Titels.



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