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Analysen - DAX 100
26.10.2001
Software AG halten
Commerzbank

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Die Analysten von der Commerzbank stufen die Aktien der im MDAX notierten Software AG (WKN 724264) weiterhin auf "halten" ein. Den fairen Wert je Aktie sehe man bei 46 Euro.

Obgleich der Ausblick eindeutig negativ gewesen sei, begrüße man bei der Commerzbank die realistische Sichtweise der Unternehmensleitung und würde ihr übereinstimmen, das Streben nach Gewinn auf kurze Sicht in den Vordergrund zu stellen. Man halte das Mainframe-Geschäft zur Zeit für einen wichtigen stabilisierenden Faktor, und wenn eine wirtschaftliche Erholung tatsächlich einsetzen solle, dürften die E-Business-Produkte für ein gewisses Wachstumspotential sorgen.

Während der Umsatz mit 141 Mio. Euro die Commerzbank-Prognose von 146 Mio. Euro nicht erfüllt habe, hätten die EBITDA-Margen (21,4% gegenüber der Schätzung von 20,6%) die Erwartungen sogar übertroffen. Der zugrundeliegende Free Cash-Flow sei mit 15 Mio. Euro im 3. Quartal stabil geblieben, und die Nettoverschuldung sei von 60 Mio. auf 23 Mio. Euro gesunken, wodurch sich die finanzielle Lage des Unternehmens verbessert habe.

Das Management der Software AG solle auf kurze Sicht den Schwerpunkt auf Gewinn anstatt auf Wachstum legen, was mit minimalen Grenzinvestitionen (und dementsprechend niedrigeren Risiken) einher gehen würde. Die Unternehmensleitung erwarte dieses Jahr einen Umsatz von rund 588 Mio. Euro und nächstes Jahr einen nur einstelligen Umsatzzuwachs. Bezeichnend sei, dass die Zielsetzung für das Jahr 2002 keinen Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte vorsehe.

Für das 4. Quartal 2001e gehe man bei der Commerzbank jetzt von einem Umsatz in Höhe von 159 Mio. Euro aus ( 9%-ige Reduzierung) und für das nächste Jahr von 602 Mio. Euro (11% niedriger). Dies impliziere ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von lediglich 2,7% im Jahr 2002e. Man prognostizieren eine bescheidene EBITDA-Margenausdehnung: 22,3% im 4. Quartal 2001 (Steigerung um 90 Basispunkte gegenüber dem 3. Quartal 2001) und 21,0% für das Geschäftsjahr 2002 (Zuwachs von 80 Basispunkten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2001). Die EpA-Schätzung erfahre eine drastische Reduzierung: für das 4. Quartal werde sie um 24% auf 0,58 Euro gesenkt und für 2002 um 28% auf 2,03 Euro.

Wenn Anleger in den Sektor einsteigen wollen, um in den Genuss eines eventuellen Aufschwungs zu kommen, empfehlen die Analysten von der Commerzbank ein Engagement in die Software AG-Aktie. Sie wird zum fairen Wert gehandelt, und man wiederholt die "halten"-Empfehlung.



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