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News - DAX 100
30.10.2001
Hannover Rück planm. Ergebnis
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Die Hannover Rück (WKN 840221) schließt ihr Halbjahr 2001 mit starkem Wachstum und planmäßigem Ergebnis ab. Näheres entnehmen Sie bitte der aktuellen Pressemitteilung:

In dem heute vorgelegten Zwischenbericht zeigt sich die Hannover Rück mit ihrer Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2001 sehr zufrieden. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung mitteilte, konnte ein Gewinn nach Steuern von 118,8 Mio. EUR (+ 15,2 %) bei einem Prämienvolumen von 4,5 Mrd. EUR (+ 20,6 %) erwirtschaftet werden.

"In der Schaden-Rückversicherung haben wir die Chancen des sich verengenden Marktes konsequent genutzt", sagte der Vorstandsvorsitzende Wilhelm Zeller. Das Prämienvolumen in diesem Geschäftssegment habe im Vergleich zur Vorjahresperiode um 22,9 % gesteigert werden können. Trotz eines gestiegenen Groß- und Katastrophenschadenanfalls im Vergleich zum ersten Halbjahr 2000 habe sich die kombinierte Schaden-/Kostenquote mit 105,1 % (108,9 %) erneut verbessert. In der Personen-Rückversicherung sei das Geschäft planmäßig verlaufen. Allerdings wies Zeller darauf hin, dass sich in diesem Geschäftsfeld keine Gleichverteilung der Prämien und Ergebnisbeiträge über die einzelnen Quartale des Bilanzjahres ergebe, so dass der Ergebnisbeitrag von lediglich 14 Mio. EUR (11 Mio. EUR) keinen Rückschluss auf das Gesamtjahresergebnis zulasse.

Im Programmgeschäft seien Prämienvolumen und Selbstbehalt stark angestiegen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhte sich die verdiente Nettoprämie um 142,6 %. Das Ergebnis habe sich planmäßig entwickelt. Bedingt durch die Marktführerschaft der Hannover Rück-Tochter Clarendon Insurance Group im amerikanischen Markt gelinge es ihr, äußerst attraktives Geschäft zu zeichnen. Außerordentlich erfreulich habe sich die Finanz-Rückversicherung entwickelt. Die Nachfrage nach alternativen Deckungen habe deutlich über den ursprünglichen Erwartungen gelegen. "Dieses Umfeld haben wir genutzt und das Geschäftsvolumen nahezu verdoppelt", erklärte Zeller. Der Ergebnisbeitrag sei im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10,9 % gestiegen. Entsprechend der allgemeinen Situation in den Kapitalmärkten sei das Kapitalanlageergebnis im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 4,7 % zurückgegangen. Die laufenden Erträge seien zwar trotz eines verminderten Zinsniveaus um 29,6 % gestiegen, allerdings sei dies durch das stark verminderte Ergebnis aus dem Abgang von Kapitalanlagen überkompensiert worden.

Im Saldo ergebe sich für das erste Halbjahr ein Nachsteuerergebnis von 118,8 Mio. EUR und ein Gewinn je Aktie von 4,02 EUR (+15,2 %). Der Ausblick auf das 3. Quartal und damit auf das Ergebnis des gesamten Jahres sei von der ungeheuren Dimension der Terroranschläge in den USA am 11.9.2001 gekennzeichnet.

"Das Ereignis, das als größter Schaden in die Geschichte der Versicherungswirtschaft eingegangen ist, wird mit rund 400 Mio. EUR leider unser gesamtes Vorsteuerergebnis aufbrauchen", bedauerte Zeller. Die Brutto-Schadenbelastung aus den Terrorangriffen belaufe sich auf rund 1,32 Mrd. EUR. Wie in der Branche üblich, habe sich auch die Hannover Rück gegen derartige Ereignisse durch eigene Rückversicherung (Retrozessionen und Schutzdeckungen) abgesichert. "Dabei ist zu betonen, dass 94 % der Rückversicherungsdeckungen von rund 920 Mio. EUR in Form von Sicherheiten, die der Hannover Rück bereits jetzt zur Verfügung stehen, oder durch Forderungen gegenüber Unternehmen mit einem Rating von "A" oder besser abgesichert sind", unterstrich Zeller.

Die Hannover Rück stellte nochmals klar, dass es sich bei der Nettobelastung von 400 Mio. EUR um eine stabile Zahl handele, da das Unternehmen nicht über die – nach wie vor unsichere – Höhe des Marktschadens auf ihr Schadenvolumen geschlossen habe. "Vielmehr haben wir uns die Zeit genommen, jeden einzelnen in Frage kommenden Vertrag zu untersuchen. Bei allen einschlägigen Verträgen haben wir dabei jeweils einen Totalschaden unterstellt", betonte Zeller. Die Netto-Belastung von 400 Mio. EUR entspreche dem geschätzten Vorsteuergewinn der Hannover Rück für das Geschäftsjahr 2001, so dass von einem ausgeglichenen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr auszugehen sei.

Als Reaktion auf die beispiellose Höhe der Schäden aus den Terrorangriffen zeige sich die aktuelle Situation auf den Rückversicherungsmärkten äußerst positiv. Bereits heute sei absehbar, dass im Schaden-Rückversicherungsmarkt kräftige Ratensteigerungen Platz greifen würden. Diese Steigerungen resultierten zum einen aus dem sich verengenden Markt, aber auch wesentlich aus der notwendigen Neueinschätzung der Risiken. Insofern erfahre die Hannover Rück bereits jetzt kräftige Prämiensteigerungen bei stark gestiegenem Gewinnpotenzial. "Wir haben Grund zu der Annahme, dass wir die Verluste aus den Terrorangriffen in weniger als drei Jahren wieder zurückverdienen werden", gab sich Zeller optimistisch.



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