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Analysen - Ausland
29.10.2001
Lockheed Martin ziemlich teuer
BoersenMan.de

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Gemäß den Aktienexperten von "BoersenMan.de" ist die Aktie Lockheed Martin (WKN 894648) ziemlich teuer.

Der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin habe den größten Auftrag der amerikanischen Militärgeschichte an Land gezogen. Für 200 Milliarden Dollar solle Lockheed den Kampfjet der Zukunft bauen – 3.000 Exemplare des sogenannten "Joint Strike Fighter", kurz F35. Konkurrent Boeing gehe leer aus.

Die Entscheidung sei am Freitag Abend nach US-Börsenschluss bekannt gegeben worden, in Deutschland schieße Lockheed heute um 13% nach oben, und am Nachmittag werde dasselbe wohl auch in New York passieren. Abgebrühte Börsianer würden von Terrordividende sprechen, doch mit dem Krieg in Afghanistan habe die Entscheidung nichts zu tun. Eher mit einer langfristigen Trendwende in der amerikanischen Rüstungspolitik. Nach Ende des kalten Krieges nämlich sei das Militärbudget wie ein Schneeball in der Mikrowelle, bis ins Jahr 2000, geschrumpft.

Seitdem aber würden die Rüstungsausgaben wieder steigen und mit ihnen die Kurse der Waffenhersteller. Verstärkt habe sich der Trend seit dem 11. September. Doch mittlerweile seien die Rüstungsaktien ziemlich teuer geworden: Für Lockheed zum Beispiel müsse man das 33fache des jährlichen Gewinns hinlegen. Das entspreche einer Verzinsung von gerade mal 3 Prozent. Da könne man sein Geld auch gleich in Sparbücher stecken. Und noch eins sollte man nicht vergessen: Die Auftragssumme von 200 Mrd. verteile sich auf mehrere Jahrzehnte. Ein paar Milliarden pro Jahr - eigentlich ein ganz normales Geschäft für Lockheed Martin.

Somit ist die Lockheed-Aktie nach Ansicht der Experten von "BoersenMan.de" teuer.



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