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Analysen - DAX 100
14.06.2007
ALTANA spekulativer Kauf
Aktienservice Research

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Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "Aktienservice Research" die Aktien von ALTANA (ISIN DE0007600801/ WKN 760080) zum Kauf.

Nach der Aufspaltung des Konzerns und dem Verkauf der Pharmasparte konzentriere sich ALTANA seit Mai nur noch auf den Bereich Spezialchemie unter der Leitung des neuen Firmenchefs Matthias Wolfgruber. Dieser habe sich in einem Interview jüngst zur Wachstumsstrategie geäußert. Dazu würden auch weitere Akquisitionen gehören. Nach Aussagen des Vorstands gebe es konkrete Ziele, und eine Übernahme sei nur noch eine Frage der Zeit. Als Zeitraum habe er die nächsten drei Jahre genannt. Welche Firmen ALTANA im Auge habe, darüber habe er allerdings nicht gesprochen. Er habe sich lediglich zur möglichen Finanzierung geäußert. Demnach sei es kein Problem, selbst eine Akquisition in Milliardenhöhe ohne Kapitalerhöhung zu stemmen.

Insgesamt habe der Konzern mit seinen vier Standbeinen in der Spezialchemie im vergangenen Geschäftsjahr 1,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspreche dies einem Plus von 43 Prozent, was aber überwiegend durch Akquisitionen erreicht worden sei. Bereinigt um Desinvestitions- und Akquisitionseffekte sowie minimale Wechselkurseinwirkungen bleibe aber dennoch ein sehr ordentliches operatives Wachstum von zehn Prozent übrig. Zuwächse habe es zudem bei den Gewinnen gegeben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei proportional zur Umsatzentwicklung um 45 Prozent auf 237 Millionen Euro geklettert. Die EBITDA-Marge habe mit 18,3 Prozent im Korridor der mittel- bis langfristigen Zielrendite von 18 bis 20 Prozent gelegen. Vor Steuern (EBT) habe ALTANA mit 147 Millionen Euro 42 Prozent mehr als im Vorjahr verdient.

Ende April habe ALTANA dann die Zahlen fürs erste Quartal 2007 bekannt gegeben und einen positiven Jahresauftakt melden können. Der Umsatz habe sich um sieben Prozent auf 349 Millionen Euro verbessert. Operativ habe das Plus bei zehn Prozent gelegen. Das EBITDA sei sogar um 23 Prozent auf 62 Millionen Euro geklettert. Die Marge habe sich dabei von 15,5 auf 17,7 Prozent verbessert. Beim EBIT habe der Konzern um 40 Prozent auf 43 Millionen Euro zugelegt. Das EBT habe sich von 29 auf 78 Millionen Euro verbessert. Für den kräftigen Satz habe das Plus beim Finanzergebnis gesorgt. ALTANA habe die durch den Verkauf der Pharmasparte eingenommenen Gelder angelegt. Unter dem Strich habe ALTANA 50 Millionen Euro verdient, nach 19 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das EPS sei von 0,14 auf 0,36 Euro gestiegen.

Die Zahlen des Chemiekonzerns könnten sich also sehen lassen. Zudem stimme das Umfeld. Die Weltkonjunktur brumme, und der Konzern, der mehr als 80 Prozent seiner Umsätze im Ausland erwirtschafte, dürfte davon weiter profitieren. Allerdings müssten nun neue Impulse her, um auch der Aktie neue Fantasie zu verleihen. Vielleicht könne die geplante Akquisition, sollte sie sinnvoll und nicht zu teuer sein, für neuen Schwung sorgen. Dies könne jedoch nicht alleiniges Kriterium sein. Zudem müsse sich zeigen, ob der bevorstehende und in der nächsten Woche vollzogene Abstieg in den MDAX nicht weitere Kursverluste nach sich ziehe. Insgesamt scheine derzeit eine eher abwartende Haltung angebracht. Allerdings könnte die Charttechnik einen Handelsansatz liefern. So könnten erste spekulative Käufe in Erwägung gezogen werden, wenn sich die derzeit im Bereich von 18 Euro abzeichnende Bodenbildung bestätige. Prozyklisch agierende Investoren würden indes erst auf einen Ausbruch über die kurzfristige Hürde von 19,28 Euro warten, um neue Long-Positionen aufzubauen.

Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von "Aktienservice Research" zu einem spekulativen Engagement in die Aktien von ALTANA. Der Stoppkurs sollte bei 16,70 Euro platziert werden. (Aktien Ausgabe 419 vom 13.06.07) (14.06.2007/ac/a/d)


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