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11.06.2007
Altria: Supreme Court urteilt gegen Philip Morris
aktiencheck.de

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New York (aktiencheck.de AG) - Der amerikanische Tabakkonzern Altria Group Inc. (ISIN US02209S1033/ WKN 200417) musste am heutigen Montag eine Niederlage hinnehmen, nachdem der U.S. Supreme Court (Oberster Gerichtshof) beschlossen hat, dass eine Sammelklage gegen Philip Morris USA nicht vor einem Bundesgericht entschieden werden darf.

Demnach sind die Richter des Supreme Court einstimmig zu dem Schluss gekommen, ein vorangegangenes Urteil aufzuheben, nach dem es Philip Morris gestattet wurde, eine Sammelklage von einem einzelstaatlichen Gericht (State Court) in Arkansas, wo diese eingereicht wurde, an ein Bundesgericht (Federal Court) zu verweisen.

In der Klage von zwei Frauen in Arkansas wird Philip Morris vorgeworfen, bei der Vermarktung seiner Zigarettenmarken Cambridge Lights und Marlboro Lights unfaire Geschäftspraktiken angewendet zu haben. Das Unternehmen soll demnach gegen den Arkansas Deceptive Trade Practices Act verstoßen haben, indem es Verbraucher mit der Bezeichnung "light" getäuscht habe.

In der Regel bevorzugen Unternehmen, die sich mit Sammelklage konfrontiert sehen, diese Fälle vor einem Bundesgericht zu behandeln, da sie dort üblicherweise höhere Erfolgschancen haben bzw. mit geringerem Schadenersatz rechnen müssen.

Der Tabakhersteller hatte zuvor argumentiert, dass ein Verfahren vor einem Bundesgericht angebracht sei, da seine Zigarettenwerbung auch von einer Bundesbehörde - der U.S. Federal Trade Commission (FTC) - reguliert wurde. Der Supreme Court erachtete diese Tatsache jedoch als nicht ausreichend, um eine Klage an ein entsprechendes Gericht zu verweisen.

Die Aktie der Altria Group verliert an der NYSE aktuell 0,50 Prozent auf 69,95 Dollar. (11.06.2007/ac/n/a)


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