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Analysen - Ausland
06.06.2007
ABN AMRO "hold"
SEB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie der ABN AMRO (ISIN NL0000301109/ WKN 880026) mit "hold" ein.

Das Unternehmen habe am 16. April seine Zahlen für das erste Quartal 2007 veröffentlicht, die wie folgt ausgefallen seien: Erträge: +10,5% auf 5,989 Mrd. Euro, Nettoergebnis: +31% auf 1,31 Mrd. Euro, Gewinn je Aktie: +30% auf 0,65 Euro.

Am 23. April habe Barclays ein Übernahmeangebot vorgelegt und biete 3,225 eigene Aktien für eine ABN AMRO-Aktie (Wert 36,25 Euro je Aktie bzw. rd. 67 Mrd. Euro). LaSalle solle für 21 Mrd. Euro an die Bank of America verkauft werden.

Am 25. April habe ein Konsortium um RBS (Santander, Fortis) die Abgabe einer Gegenofferte in Höhe von 72 Mrd. Euro (39,00 Euro je Aktie; 70% in bar, 30% in RBS-Aktien) geplant. Auf der Hauptversammlung am 26. April habe die Mehrheit der Aktionäre den Vorschlag von TCI unterstützt, den Konzern zu zerschlagen und in Einzelteilen zu verkaufen.

Am 07. Mai sei bekannt geworden, dass das RBS-Konsortium ein offizielles Angebot plane.

Das Tauziehen um die ABN AMRO halte an. Am 07. Mai habe ein Bieterkonsortium um die britische Royal Bank of Scotland (RBS) nun offiziell angekündigt, ein Gegenangebot in Höhe von 38,40 Euro (bislang 39,00 Euro anvisiert) vorzulegen. Bedingung: Die US-Tochter LaSalle dürfe nicht an die Bank of America (BoA) verkauft werden. So habe RBS für LaSalle am 07. Mai ein Angebot in Höhe von 24,5 Mrd. Euro vorgelegt.

Die ABN AMRO habe im Rahmen der Vereinbarung mit Barclays der Banc of America LaSalle zugesprochen (für 21 Mrd. Euro). Die RBS-Pläne seien von der ABN AMRO am 07. Mai zunächst zurückgewiesen worden. Aber auf Druck der Aktionäre habe die ABN AMRO angekündigt, die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung hierüber abstimmen zu lassen.

Die internationale Diversifizierung, die über Jahre gezielt aufgebaut worden sei (z.B. in Brasilien, Italien), werde damit aufgelöst. Bewertungsreserven könnten nun gehoben werden. Auf Basis obiger Erkenntnisse sei der faire Wert auf 36 Euro zu veranschlagen.

Auf der anderen Seite könne sich der Übernahmekampf länger als erwartet hinziehen. Falls eine Fusion nicht zustande komme (wider Erwarten), drohe zudem ein stärkerer Kursrückgang. Des Weiteren weise der Titel im Peer Group-Vergleich ein hohes KGV auf, das nur mit dem Übernahmekampf erklärbar sei.

Der Übernahmekampf könne sich doch länger als erwartet hinziehen. Die Fantasie aus der Aktie sei weitgehend heraus.

Die Analysten der SEB bewerten die ABN AMRO-Aktie mit "hold" und reduzieren das Kursziel auf 38,40 Euro (nach 39,00 Euro). (Analyse vom 06.06.2007) (06.06.2007/ac/a/a)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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