|
News - Ausland
|
01.06.2007
Presse: Dow Jones - Bancroft-Familie will sich mit Murdoch treffen
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
New York (aktiencheck.de AG) - Die Bancroft-Familie, welche den US-Verlagskonzern Dow Jones & Co. Inc. (ISIN US2605611050/ WKN 853132) kontrolliert, gab am Donnerstag erstmals bekannt, dass sie sich mit Rupert Murdoch treffen will, um das Übernahmeangebot des Medienmoguls für den Herausgeber des "Wall Street Journal" zu diskutieren. Bis zuletzt hatte man die Offerte mehrheitlich abgelehnt.
Wie Anfang Mai mitgeteilt wurde, hat Murdoch dem Verlagshaus Dow Jones über seinen Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) ein Übernahmeangebot in Höhe von 5 Mrd. Dollar bzw. 60 Dollar pro Aktie vorgelegt.
Wie die Bancroft-Familie, die 64 Prozent der Dow Jones-Stimmrechte hat, nun erklärte, wird sie ebenfalls Angebote anderer Bieter in Betracht ziehen. Dow Jones gab separat dazu bekannt, dass das Board nun die Murdoch-Offerte sowie andere Möglichkeiten erwägen wird. Bisher hatte das Dow Jones-Board die Murdoch-Offerte aufgrund der ablehnenden Haltung der Bancroft-Familie nicht in Erwägung gezogen.
Nun wollen sich die Mitglieder der Bancroft-Familie mit Vertretern der News Corp. treffen und prüfen, ob beide Seiten einen Weg finden, die redaktionelle Unabhängigkeit des "Wall Street Journal" nach einem Verkauf zu wahren.
Rupert Murdoch, Chairman und CEO der News Corp., gibt u.a. die "New York Post" und die britische "Times" heraus und hat bereits erklärt, die redaktionelle Unabhängigkeit des "Wall Street Journal" im Falle einer Transaktion beibehalten zu wollen.
Die Aktie von Dow Jones schloss gestern an der NYSE bei 53,31 Dollar (+0,87 Prozent und gewann nachbörslich 12,16 Prozent auf 59,79 Dollar. Die Aktie der der News Corp. beendete den Handel bei 23,63 Dollar (-1,42 Prozent). (01.06.2007/ac/n/a)
|