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Analysen - Ausland
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06.08.1999
BP Amoco übergewichten
Hamburgische LB
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Hamburgischen Landesbank raten dem Anleger derzeit zum "Übergewichten" von Aktien des Ölkonzerns BP Amoco (WKN 850517).
Künftige Kostenersparnis höher als erwartet
Die erwarteten Kosteneinsparungen von 2 Mrd. US-$ durch die Integration von Amoco würden voraussichtlich planmäßig erreicht. Durch weitere Verbesserungen in der Kostenstruktur rechne das Management mit einem zusätzlichen Einsparpotential von 4 Mrd. $. Möglich werde dies durch den Abbau von Überkapazitäten infolge des Verkaufs von einem Drittel der Ölraffinerien und von kostenintensiven Explorationsfeldern. Insgesamt wolle man sich von Vermögenswerten in Höhe von rund 10 Mrd. US-$, darunter 2,5 Mrd. im Chemiesektor trennen, um sich künftig noch stärker auf das profitable Fördergeschäft bei Öl und Gas zu konzentrieren. Durch die geplante Fusion mit Arco sollten zusätzlich 1 Mrd. $ eingespart werden.
Kursziel erhöht
Die Ankündigung von zusätzlichen Kostensynergien in Höhe von 4 Mrd. US-$ bestätige die positive Einschätzung der Experten von der Unternehmensführung. Deren Zielsetzung sei es, das Fusionskonzept Schritt für Schritt umzusetzen und dabei weitere Synergiepotentiale zu heben. Beeindruckend sei bei BP Amoco nicht zuletzt das Tempo, das bei der Integration beschritten werde. Die Analysten rechnen aufgrund der zuletzt wieder deutlich anziehenden Ölpreise und der beschleunigten Einsparungen mit einer nennenswerten Verbesserung bei den Ergebnissen. Die Anlagestrategen habe deshalb ihre Schätzung für das laufende Jahr von 29 auf 33,50 Pence pro Aktie erhöht. Für 2000 erhöhen die Analysten ihre Ergebnisprognose auf 46,10 nach 45,60. BP Amoco sollte im Depot weiterhin übergewichtet werden, heißt es. Nach dem rasanten Kursanstieg sei zwar eine Konsolidierung überfällig, die Experten sehen aber bei dem derzeitigen Ölpreisniveau bis Mitte nächsten Jahres noch Kurspotential bis 1.400 GBP. Auch der angekündigte Aktiensplitt im Verhältnis von zwei zu eins und die Dividendenausschüttungsquote von 50% sollten sich positiv auf den Kursverlauf auswirken, so die Analysten.
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