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Analysen - Nebenwerte
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31.05.2007
H&R WASAG halten
AC Research
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Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von H&R WASAG (ISIN DE0007757007/ WKN 775700) zu halten.
Die Gesellschaft habe Zahlen für das abgelaufene erste Quartal 2007 veröffentlicht.
Demnach habe das Unternehmen in diesem Zeitraum die Umsatzerlöse im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 5% auf 207,3 Millionen Euro steigern können. Das EBITDA habe sich gleichzeitig um 10% auf 24,9 Millionen Euro verbessert. Beim Vorsteuergewinn sei ein Zuwachs um 25% auf 20,3 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen. Der Gewinn je Aktie habe sich schließlich um 41% auf 0,45 Euro erhöht.
Die vorgelegten Zahlen hätten insgesamt leicht über den Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Das Unternehmen habe insbesondere von einer anhaltend erfreulichen Entwicklung im chemisch-pharmazeutischen Kerngeschäft profitiert. Dabei hätten vor allem die Absatzmengen gesteigert werden können. Gleichzeitig habe auch die Ergebnissituation bei den Kunststoffaktivitäten verbessert werden können. Die saisonal bedingten Verluste im Bereich Explosivstoffe hätten sich deutlich reduziert. Im April habe die Gesellschaft diesen Geschäftsbereich an die spanisch-italienische Explosivstoffgruppe Maxam/Pravisani verkauft. Dabei habe der Verkaufspreis auf Basis Enterprise Value mit 80 Millionen Euro über den Erwartungen gelegen.
Für das Gesamtjahr 2007 rechne die Konzernleitung mit einem Umsatz in Höhe von mindestens 780 Millionen Euro (Vorjahr 816,8 Millionen Euro) und einem Vorsteuergewinn von 65 Millionen Euro. Der Umsatzrückgang sei dabei durch den Verkauf der Explosivaktivitäten zu erklären. So hätten die verkauften Bereiche im Geschäftsjahr 2006 noch einen Umsatz in Höhe von 73,3 Millionen Euro zum Gesamtumsatz beigesteuert. Insgesamt würden die Planzahlen gut erreichbar erscheinen.
H&R WASAG konzentriere sich nach dem Verkauf der Explosivaktivitäten auf das chemisch-pharmazeutische Kerngeschäft. Dabei gehe man davon aus, dass die Gesellschaft diesen Kernbereich in den kommenden Quartalen durch die Erweiterung der Raffineriekapazitäten und die Expansion vor allem nach Asien weiter ausbauen werde. Ab 2008 rechne man erstmals mit deutlich positiven Impulsen aus der Umsetzung des "Projekt 40". Dabei solle durch den Ausbau der Produktionsanlagen die Kapazität der beiden Spezialraffinerien des Konzerns in Salzbergen und Hamburg bis 2009 um 30% erhöht werden. Hierdurch solle sich das nachhaltige Ergebnispotenzial um 40 Millionen Euro verbessern.
Beim gestrigen Schlusskurs von 32,01 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2008e von gut 15 weiterhin angemessen bewertet. Mittelfristig erscheine es nach Ansicht der Analysten von AC Research wahrscheinlich, dass sich die Gesellschaft im Rahmen der Konzentration auf das chemisch-pharmazeutische Kerngeschäft auch von seinen Kunststoffaktivitäten trennen werde. Die Gesellschaft wolle zudem ihre Aktivitäten in Asien weiter ausbauen. Aufgrund der hohen Wachstumspotenziale dieser Region erscheine diese Maßnahme sinnvoll. Das Unternehmen werde voraussichtlich weiterhin von der hohen Nachfrage nach rohölbasierten Spezialprodukten profitieren.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von H&R WASAG zu halten. (Analyse vom 31.05.2007) (31.05.2007/ac/a/nw)
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