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Analysen - Ausland
08.05.2007
Teleplan halten
SES Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Wais Samadzada und Felix Ellmann, Analysten von SES Research, bewerten die Aktie von Teleplan (ISIN NL0000229458/ WKN 916980) unverändert mit "halten".

Teleplan habe am 03.05.07 die Zahlen für das 1. Quartal 2007 bekannt gegeben. Demnach habe das Unternehmen einen Umsatz von EUR 65,3 Mio. (SESe: EUR 61,9 Mio.) und ertragsseitig ein EBITDA von EUR 5,0 Mio. (SESe: EUR 4,2 Mio.) sowie ein EBIT von EUR 3,5 Mio. (SESe: EUR 3,1 Mio.) erzielen können.

Insgesamt hätten gegenüber dem Vorjahresquartal bei steigenden Umsätzen (+9,7%) das EBITDA (+8,7%) und das EBIT (+40%) verbessert werden können. Das EpA hingegen habe aufgrund der gestiegenen Aktienanzahl nicht gesteigert werden können und habe mit EUR 0,02 im Rahmen der Erwartung der Analysten gelegen.

Die Materialkostenquote habe die Erwartung der Analysten nicht erfüllen können. Die Analysten seien von einer deutlich niedrigeren Materialkostenquote ausgegangen (SESe: 37,8% vom Umsatz), gemeldet worden seien 40,7%. Aufgrund steigender Einkaufspreise würden die Analysten davon ausgehen, dass die Materialkostenquote nicht so stark fallen werde, wie bisher von ihnen angenommen.

Erfreulicherweise hätten die Personalkosten schneller und deutlich stärker reduziert werden können, als von den Analysten für diesen frühen Zeitpunkt prognostiziert worden sei. Die Analysten hätten einen Umsatzkostenanteil von 40,8% erwartet, gemeldet worden seien 36,7%. Mittelfristig würden die Analysten jedoch davon ausgehen, dass die Personalkostenquote nicht mehr signifikant gesenkt werden könne.

Das Management gehe davon aus, dass der Personalbestand um rund 120 weitere Mitarbeiter (+2%) überwiegend in Niedriglohnländern aufgestockt werde. Aufgrund des weit vorangeschrittenen Stadiums des Personaltransfers in Niedriglohnländer, würden die Analysten weiteres Einsparungs- bzw. Optimierungspotenzial als begrenzt ansehen.

Insgesamt würden die Analysten davon ausgehen, dass die Materialkosten stärker steigen würden als von ihnen bisher angenommen und die Personalkosten nicht mehr signifikant optimiert werden könnten. Folglich würden die Analysten gegenüber ihren bisherigen Prognosen von einer weiterhin positiven Margenentwicklung auf reduziertem Niveau ausgehen.

Neben dem Wandel der Wandelanleihen wirke sich die Refinanzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten positiv auf die Bilanzstruktur aus. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten hätten von EUR 66 Mio. auf knapp EUR 12 Mio. reduziert werden können. Im Gegenzug seien die langfristigen Verbindlichkeiten auf EUR 52,5 Mio gestiegen.

Insgesamt würden die Analysten davon ausgehen, dass Teleplan auf einem guten Weg sei, die Profitabilität weiter zu steigern, dennoch würden sie ihr Kursziel reduzieren, da ihre bisherigen Annahmen bezüglich der Materialkosten zu ambitioniert erscheinen. Die zu optimistische Annahme, dass die Materialkostenquote nachhaltig gesenkt werden könnte, sei vor dem Hintergrund der Q1 Zahlen und der Annahme weiter steigender Rohstoffkosten nicht aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig würden die Analysten weitere Verbesserungen bei der Personalkostenquote als begrenzt ansehen.

Aufgrund der veränderten Kostenstruktur seien die bisherigen Prognosen der Analysten als zu optimistisch einzustufen. Des Weiteren werde aufgrund der Kapitalerhöhung das EpA verwässert. Aus diesen Gründen ermitteln die Analysten ein reduziertes Kursziel von EUR 1,70 je Aktie.

Das Rating der Analysten von SES Research für die Teleplan-Aktie lautet unverändert "halten". (Analyse vom 08.05.2007) (08.05.2007/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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