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Analysen - Ausland
02.05.2007
AGCO eine heiße Wette
Rohstoff-Report

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München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "BörseGo" sind in ihrem Update zum Infoservice "Rohstoff-Report" der Ansicht, dass die AGCO-Aktie (ISIN US0010841023/ WKN 888282) eine heiße Wette ist.

Die Preise von Mais, Weizen und Soja würden in die Höhe sprießen, nicht nur der Boom bei Biotreibstoffen als Antwort auf die Ölkrise mache es möglich. Der steigende Wohlstand Asiens steigere den Hunger nach Schweinefleisch und Hähnchenfilets - und damit auch nach Mais und Soja als Tierfutter. Klar, dass die Landwirte jetzt so schnell wie möglich von sprießender Nachfrage und in die Höhe strebender Preise profitieren wollen. Verstehe sich, dass für eine möglichst rasche Aussaat und Ernte die neuesten und leistungsfähigsten Geräte gerade gut genug seien. Gefragt seien Powermaschinen, die riesige Saat- und Erntegeräte schnell und zuverlässig bewegen könnten. Und hier komme AGCO ins Spiel. Der US-Konzern (Marktkapitalisierung knapp 4 Milliarden Dollar) baue Traktoren, Mähdrescher und andere landwirtschaftliche Maschinen. Außerdem produziere der Konzern die darin eingesetzten Diesel-Motoren.

Das vergangene Jahr sei aber für AGCO noch sehr durchwachsen verlaufen. Der Maschinenbau-Titel habe mehrfach herbe Kurseinbrüche erlebt, weil der Maschinenbauer in einigen Quartalen überraschend in die roten Zahlen gerutscht sei. Auch das Gesamtjahr 2006 sei mit einem Verlust abgeschlossen worden. Dafür aber würden 2007 und die kommenden Jahre wegen den Einkommensgewinnen der Landwirte sehr optimistisch gesehen. Allerdings habe das in der Vergangenheit eher schwerfällige Maschinenbau-Papier seit vergangenem Herbst eine stellare Entwicklung vollzogen. Der Börsenwert habe sich etwa verdoppelt. Also stecke bereits schon eine Menge Fantasie in dem Agrar-Titel.

Für den 2. Mai. würden die Zahlen vom 1. Quartal erwartet. Die von Thomson First Call erfassten Analysten würden je Aktie einen Gewinn von 3 Cents bei einem Umsatz von insgesamt 1,19 Milliarden Dollar in Aussicht stellen. Analyst Andrew Casey vom Brokerhaus Wachovia Securities rechne allerdings mit Zahlen, die weit darüber liegen würden. Er gehe von einem Gewinn von 13 Cents pro Aktie aus. Gute Zahlen würden aber nicht ausreichen. Wichtiger dürfte der Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr sein, der in Verbindung mit den Quartalszahlen fällig sei. Wenn der Ausblick des Managements dann nicht den jetzt euphorischen Vorstellungen des Marktes genüge, werde das Papier vermutlich hart abgestraft.

Auf kurze Sicht dürfte die Reise turbulent ausfallen. Das Unternehmen besitze aber langfristig beträchtliche Chancen zu wachsen. Der geduldige Investor - der genügend Nerven besitze - habe die berechtigte Hoffnung, mit dem Konzern auf Dauer zu wachsen.

Mittlerweile ist aus dem soliden AGCO-Titel eine heiße Wette darauf geworden, dass die Kurve des Agrarbooms noch steiler und dauerhafter verläuft als sich die Optimisten derzeit erträumen, so die Experten von "BörseGo" in ihrem Update zum Infoservice "Rohstoff-Report". (Ausgabe 8 vom 30.04.07) (02.05.2007/ac/a/a)



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