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Analysen - DAX 100
17.10.2001
Salzgitter langfristig interessant
Sparkasse Aurich-Norden

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Die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH empfelen in einer Auftragsstudie der Sparkasse Aurich-Norden langfristig orientierten Anlegern die Aktie der Salzgitter AG (WKN 620200) zum Kauf.

Die Salzgitter AG gehöre mit mehr als 17.000 Mitarbeitern zu den führenden Stahltechnologie-Konzernen Europas. Die Gesellschaft biete eine umfassende Produktpalette mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Entwicklung und Herstellung von Spezial- und Markenstahl. Insgesamt umfasse die AG mehr als 50 nationale und internationale Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Organisiert werde der Konzern in Form einer Holding-Struktur mit den fünf Bereichen Stahl, Handel, Verarbeitung, Dienstleistung und Röhren.

Im ersten Halbjahr 2001 habe sich der Stahlkonzern Salzgitter gegen die Konjunkturschwäche stemmen können. Der Konzern sei weiter vorsichtig optimistisch und bleibe dabei, dass 2001 ein Konzerngewinn vor Steuern (EBT) von rund 135 Millionen Euro erreichbar sei. Im zweiten Halbjahr dürften aber Volumenrückgänge und Erlöseinbußen im Geschäftsfeld Stahl die Ergebnisse belasten.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres habe der Umsatz im Bereich Stahl noch 23 Prozent über dem Vergleichszeitraum gelegen. Negativ sei jedoch, dass Umsatz und Ergebnis vom ersten zum zweiten Quartal gesunken seien. Neben dem Einfluss der konjunkturellen Lage auf die Absatzmengen hätten sich hier auch gestiegene Preise für Rohstoffe und Energie niedergeschlagen.

Im Gegensatz dazu habe sich das Geschäftsfeld Röhren in exzellenter Verfassung präsentiert. Insbesondere die Nachfrage nach Rohren für Öl und Gas habe von den hohen Energiepreisen profitiert. Der Umsatz sei deshalb um 41 Prozent gestiegen. Mit einem Nachsteuergewinn von 36 Millionen Euro sei dieser Bereich größter Ergebnisträger im Konzern.

Insgesamt habe Salzgitter im ersten Halbjahr 2001 einen Nachsteuergewinn von 70 Millionen Euro erzielt - mehr als doppelt so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Beim Vorsteuergewinn habe die Gesellschaft um 46 Prozent auf 84 Millionen Euro zugelegt. Der Konzernumsatz sei um 38 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro gestiegen. Beziehe man die im Jahr 2000 erworbene Mannesmannröhren-Werke AG (MRW) nicht mit ein, habe die Steigerung bei 8,5 Prozent gelegen.

Damit erscheine das Jahresziel von 135 Millionen Euro Vorsteuergewinn realistisch. Der Umsatz werde bei etwa 4,56 Milliarden Euro erwartet. Sorgenkind dürfte der Bereich Stahl sein, der durch die schwache Konjunktur negativ beeinflusst werde. Zusätzlich könnten die USA eine Import-Beschränkung für Stahl beschließen. Ein Entwurf sei in Vorbereitung. Werde die Beschränkung beschlossen, seien Umsatzrückgänge bei Salzgitter zu erwarten. Ein Unternehmenssprecher habe sich aber optimistisch gezeigt, dass die Amerikaner keinen Erfolg mit diesem Vorhaben haben würden.

Die Einbußen im Bereich Stahl sollten durch eine gute Entwicklung im Geschäftsfeld Röhren ausgeglichen werden. Zudem sehe sich Salzgitter mit einer neuen Organisationsstruktur für die Zukunft gerüstet. Auch die Strategie, durch organisches und externes Wachstum selbstständig zu bleiben, scheine zu funktionieren.

Salzgitter habe mit der sich abschwächenden Konjunktur zu kämpfen. Zwar dürfte der Bereich Röhren einen Teil der Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis auffangen, der Gewinn werde im zweiten Halbjahr 2001 aber aller Voraussicht nach unter dem des ersten liegen. Dennoch erwarte man ein Nachsteuer-Ergebnis von rund 112 Millionen Euro. Dies entspreche einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von fast 60 Prozent. Mit einem KGV von 4 sei die Salzgitter-Aktie sehr günstig bewertet. Die negativen Faktoren würden schon im Kurs enthalten zu sein scheinen. Neben den positiven Fundamentaldaten betreibe die Firma eine sehr gute Shareholder-Value-Politik.

Daher sind die Papiere der Salzgitter AG für langfristig orientierte Anleger interessant, meinen die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH in einer Auftragsstudie der Sparkasse Aurich-Norden.



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