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Analysen - Neuer Markt
08.10.2001
Pixelpark reduzieren
DZ BANK

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Die Analysten von der DZ BANK stufen die Aktie der Pixelpark AG (WKN 514350) weiterhin auf "reduzieren" ein.

Pixelpark sei zum Börsengang vor 24 Monaten mit dem Ziel angetreten, das Unternehmen als Full-Service-Dienstleister zu positionieren. Der Service habe die Kompetenzbereiche Marketing & Design, Management- & Logistikberatung sowie Systeme & Technologie umfasst. Auf dieser Basis sei man international expandiert, um die europäische Marktführerschaft zu erreichen. Zu einem weiteren Standbein solle die Incubatortätigkeit "Venturepark" ausgebaut werden.

Das neue Organisationsmodell konzentriere die Aktivitäten nunmehr auf Kerneuropa. Hier fokussiere sich das Unternehmen künftig auf die beiden Kernfunktionen Client-Service und Service-Delivery, die in den vier Bereichen Kommunikation/Entertainment/Medien/Technologie, Financial Services, produzierendes Gewerbe und Dienstleistungssektor angeboten werden sollten. Ob Pixelpark damit die gewünschte Konzentration und Branchenexpertise erzeuge, sei zu bezweifeln, denn die Auflistung lasse kaum eine relevante Industrie der Volkswirtschaft aus.

Der Multimedia-Dienstleister sei eines der ersten deutschen Unternehmen dieser jungen Branche gewesen, das die veränderten Marktbedingungen zu spüren bekommen habe. Die zahlreichen Akquisitionen und Neugründungen der Jahre 1999 und 2000 würden Integrationsprobleme und -kosten bereiten, die stark unterschätzt worden seien. Ohne die finanzielle Rückendeckung durch den Mehrheitsaktionär Bertelsmann (Anteil: 60,3%) wäre dem Unternehmen das Schicksal einer Kabel New Media möglicherweise nicht erspart geblieben.

Der Turn-around, eingeleitet durch den Managementwechsel und das Effizienzprogramm vom Frühjahr 2001, erfordere weitergehende Maßnahmen als zunächst vorgesehen. Wie die Gesellschaft in ihrem Halbjahresbericht ausgewiesen habe, habe sie nach der Wertberichtigung ihrer Beteiligung an der eingestampften Venturepark zur Jahresmitte auch für die Töchter K2 (Frankreich) und ZLU (Berlin) Sonderabschreibungen auf den Goodwill vornehmen müssen.

Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung lasse für den Rest des Geschäftsjahres keine Erholung erwarten. Zuletzt seien die Kapazitäten nur zu rund 45% ausgelastet gewesen. Zwar werde diese Quote durch den bereits eingeleiteten Beschäftigungsabbau wieder steigen, dennoch dürften die für ein Break-Even-Ergebnis notwendigen 70% noch nicht erreicht werden.

Bei der DZ BANK sieht man gegenwärtig keinen Grund, das Anlageurteil "reduzieren" für Pixelpark zu verändern.



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