Logo
Analysen - Neuer Markt
12.10.2001
Primacom neutral
Merrill Lynch

www.optionsscheinecheck.de

Die Wertpapieranalysten von Merrill Lynch geben der Aktie des deutschen Kabelfernsehanbieters Primacom (WKN 625910) auch weiterhin das Rating "neutral".

Im 3. Fiskalquartal 2001 sei für Primacom ein EBITDA von 17,7 Mio. Euro zu erwarten, dass auf gleicher Höhe mit dem Vorquartal liegen würde. Der Umsatz sei im Berichtsquartal um 1,3% gegenüber dem Vorquartal auf 40,2 Mio. Euro gestiegen. Die Anzahl der Kabel-TV-Abonnenten würde im 3. Fiskalquartal mit 1,3 Mio. Abonnenten auf gleicher Höhe liegen, wie im 2. Fiskalquartal 2001.

Die Analysten hätten sich entschlossen, ihre Umsatzprognose für das Fiskaljahr 2001 um 9% auf 160 Mio. Euro zu kürzen. Gleichzeitig hätte man die EBITDA Erwartungen um 9,6% auf 72 Mio. Euro erhöht, um die gesunkenen SG&A Kosten einzukalkulieren. Für das Geschäftsjahr 2002 hätten die Analysten ihre EBITDA Prognose um 8,5% auf 79 Mio. Euro erhöht und die Umsatzprognose um 16% auf 179 Mio. Euro gesenkt, um die niedrigeren Umsätze aus den Upgraded Services und das gesunkene SG&A/COGS Niveau zu berücksichtigen, dass auf Verspätungen bei der Markteinführung neuer Services zurückzuführen sei.

Die Upgrades an den Kabelnetzen in Deutschland seien gestoppt worden, um Bargeldreserven zu erhalten. Gleichzeitig würden allerdings die Markteinführung von digitalem Fernsehen und High-Speed Internetdienstleistungen in den Niederlanden planmäßig von Statten gehen. Die Analysten würden erwarten, dass Primacom im Finanzjahr 2002 ResTel Services in den Niederlanden anbieten könnte.

Obwohl das Unternehmen angekündigt hätte, dass es die Aktionärsversammlung und Abstimmung über die Fusion mit UPC Deutschland nur verschoben hätte, seien die Analysten der Ansicht, dass es in näherer Zukunft wohl nicht zu einer solchen Fusion kommen würde, da die Märkte unsicher seien und es überdies Differenzen hinsichtlich der Aktionärsstruktur geben würde.

Im Geschäftsjahr 2001 würde ein Verlust pro Aktie von 4,4 Euro erwartet. Im Finanzjahr 2002 rechne man mit einem Verlust pro Aktie von 4,4 Euro.

Aufgrund dieser Analyse halten die Wertpapierexperten von Merrill Lynch weiter an ihrem neutralen Rating der Aktie von Primacom fest.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de