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Analysen - Nebenwerte
13.04.2007
Jungheinrich halten
M.M. Warburg & CO

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von M.M. Warburg & CO, Eggert Kuls, stuft die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993, VZ) unverändert mit "halten" ein.

Jungheinrich habe das Geschäftsjahr 2006 im Wesentlichen wie erwartet abgeschlossen. Wie bereits vorab berichtet, seien der Umsatz um 6,3% auf 1.748 Mio. Euro und das EBIT um 11% auf 118 Mio. Euro gestiegen. Das Nettoergebnis habe aufgrund einer höheren Steuerquote mit +7% auf 66,6 Mio. Euro hinsichtlich der Zuwachsrate unter dem EBIT gelegen. Das EPS habe 1,96 Euro nach 1,84 Euro im Vorjahr erreicht. Der starke Anstieg des Neugeschäfts habe zu einem deutlichen Aufbau des Working Capitals geführt. Vor diesem Hintergrund habe sich die Nettofinanzposition um rund 35 Mio. Euro verschlechtert.

Die Analysten hätten ihre EPS-Schätzung für 2007 deutlich von 2,33 Euro auf 2,10 Euro reduziert. Die Restrukturierung des Hauptwerkes in Norderstedt werde voraussichtlich erst Mitte 2007 abgeschlossen sein, so dass der volle Effizienzeffekt erst in 2008 zum Tragen kommen werde. Zudem werde die Erschließung von Auslandsmärkten nochmals die operative Marge belasten. Jungheinrich rechne außerdem mit weiteren Belastungen aus höheren Preisen für Rohstoffe.

Angesichts des fulminanten Starts in das neue Geschäftsjahr - in den ersten beiden Monaten 2007 seien die Auftragseingänge um 23% und die Umsätze um 15% gestiegen - bestünden gute Chancen, dass der vorsichtige Ausblick (6% Umsatzwachstum, rückläufige Marge) übertroffen werde, dennoch dürfte das Ertragssteigerungspotenzial enger begrenzt sein, als von den Analysten bislang unterstellt. Insbesondere hinsichtlich einer angedachten zweiten Preisanhebung im Frühjahr bleibe abzuwarten, ob diese am Markt durchgesetzt werden könne, nachdem KION zuletzt im Vergleich zu Jungheinrich nur moderate Preisanhebungen durchgeführt habe.

Hinsichtlich 2008 würden die Analysten zwar bislang von einem weiter freundlichen Flurförderzeugmarkt in Europa ausgehen, dieses Szenario könnte aber in Gefahr geraten. Während Europa derzeit boome, seien die Auftragseingänge in Nordamerika in dieser zyklischen Branche zuletzt zweistellig rückläufig gewesen. Da Jungheinrich in diesem Markt nur unwesentlich vertreten sei, würden hieraus direkt nur geringe Impulse resultieren. Allerdings sei der europäische Flurförderzeugmarkt Nordamerika in der Vergangenheit oft mit einem Jahr Verzögerung gefolgt.

Die Analysten von M.M. Warburg & CO bekräftigen ihre Halteempfehlung für die Jungheinrich-Aktie und heben das Kursziel von 25,00 Euro auf 30,00 Euro an. (Analyse vom 13.04.2007) (13.04.2007/ac/a/nw)


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