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Analysen - Ausland
13.04.2007
Royal Bank of Scotland Aktie der Woche
boerse.de-Aktienbrief

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Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" ist der Titel der Royal Bank of Scotland (ISIN GB0007547838/ WKN 865142) die Aktie der Woche.

Die Royal Bank of Scotland, kurz RBoS, sei 1727 durch einen Erlass von König Georg II in Edinburgh gegründet worden und zähle damit zu den ältesten Bankhäusern der Welt. Die Aktivitäten hätten sich lange Zeit ausschließlich auf die Heimatstadt beschränkt, denn erst nach 56 Jahren seien weitere Filialen in Schottland und 1874 die erste Niederlassung in der britischen Hauptstadt eröffnet worden. Der weltweite Siegeszug sei dann mehr als 100 Jahre später gestartet. Denn um nicht selbst von einem Rivalen geschluckt zu werden, seien ab Ende der achtziger Jahre zahlreiche kleinere Konkurrenten aufgekauft worden. Meilensteine seien dabei die Übernahmen der US-Finanzdienstleister Direct Line und Citizens Financial Group sowie des britischen Konkurrenten National Westminster gewesen. Mittlerweile sei die RBoS mit einer Marktkapitalisierung von 93 Mrd. Euro die zweitgrößte Bank Europas und weltweit die Nummer Fünf.

Der breit aufgestellte Champion betreue heute mehr als 36 Mio. Kunden. Das Angebot an Finanzdienstleistungen reiche dabei vom Privat- und Firmenkundengeschäft über das Vermögensmanagement bis zum Vertrieb von Versicherungen. Der Großteil der Einnahmen werde nach wie vor in Großbritannien erwirtschaftet. Hierzulande sei die RBoS z.B. aufgrund des Verzichts auf ein eigenes Filialnetz wohl vor allem als Sponsor des Formel 1-Teams von Williams bekannt. Denn anstatt über den herkömmlichen Bankschalter vertreibe der Finanz-Champion seine Kleinkredite in den zahlreichen Tchibo-Filialen. Und beim Verkauf von Kfz-Versicherungen der Tochter Direct Line werde auf Internet und Telefon gesetzt.

Um die Abhängigkeit vom Heimatmarkt zu verringern, solle die internationale Expansion weiter forciert werden. In 2005 sei der RBoS mit einer Beteiligung von 10% an der Bank of China der Eintritt in den chinesischen Wachstumsmarkt gelungen. Für die rasant wachsende Gruppe der chinesischen Millionäre und Milliardäre sei jetzt sogar die Gründung einer gemeinsam geführten Bank geplant. Und in Europa werde die Royal Bank of Scotland derzeit als heißer Interessent für eine Übernahme des niederländischen Konkurrenten ABN AMRO gehandelt. Doch auch aus eigener Kraft würden sich die Geschäfte momentan besser als jemals zuvor entwickeln. Bei einem Einnahmeplus von 10% auf 28 Mrd. sei der Nettogewinn in 2006 um 15% auf die Rekordmarke von 6,2 Mrd. Pfund geklettert.

An der Börse zeichne sich die RBoS durch eine unterdurchschnittliche Verlust-Ratio von 1,93 sowie eine jährliche Kurs-Rendite von im Mittel 12% aus (Gewinn-Konstanz 84%). Zusätzlich könnten Investoren in diesem Jahr abermals mit einer Anhebung der Dividende um 25% auf 0,91 Pfund rechnen, wodurch die Aktie mit 4,54% die höchste Dividenden-Rendite aller Champions aufweise.

Die Experten hätten die RBoS bisher 13 Mal in ein Basis-Depot aufgenommen und lägen damit zwischen 7% (seit Oktober) und 28% im Gewinn, sowie mit 19% im Durchschnitt. Da seit Oktober kontinuierlich neue historische Hochs markiert worden seien, eröffne das März-Minus von 1,2% jetzt eine neue Einstiegsmöglichkeit.

Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" nutzen das aktuelle Nachkaufsignal daher abermals zum Einstieg in die Royal Bank of Scotland-Aktie, denn auf Basis der Performance-Kennzahlen besteht bis 2012 ein Kurspotenzial von 78% - zuzüglich der üppigen Dividenden-Rendite. (Ausgabe Nr. 133 vom 12.04.2007) (13.04.2007/ac/a/a)



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