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Analysen - Nebenwerte
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12.04.2007
Manz Automation unter der Lupe
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" nehmen die Manz Automation-Aktie (ISIN DE000A0JQ5U3/ WKN A0JQ5U) unter die Lupe.
Der Systemlieferant aus dem Schwabenländle könne sich vor Aufträgen kaum retten. Die Geschäfte würden wie geschmiert laufen. So gut, als ob das Management "Wasser in der Wüste" verkaufen würde. Der einzige Haken sei: "Wir können die riesige Nachfrage nach unseren Systemlösungen nur unter großen Anstrengungen bedienen und müssen daher schnellstens unsere Kapazitäten ausweiten", sage den Experten Finanzvorstand Martin Hipp. Daher sollten die Kapazitäten an den Standorten in Ungarn und am eigenen Firmensitz entsprechend ausgebaut werden.
Die 600-Quadratmeter-Fläche werde in Ungarn ab April auf 2.500 Quadratmeter erhöht. Bis in den September solle die Fläche am Standort in Reutlingen auf insgesamt rund 10.000 Quadratmeter ausgeweitet werden. Das größte Problem nach der Ausweitung der Kapazitäten sei jedoch, ausreichendes und qualifiziertes Personal zu finden. "Angesichts über drei Millionen Arbeitsloser in Deutschland sollte man es nicht glauben, aber gutes Personal zu finden, ist unsere größte Sorge, um das künftige Wachstum bedienen zu können", erkläre Hipp.
Weitere Kapazitäten und Personal habe die Firma dringend notwendig. Jüngst habe die Gesellschaft einen Großauftrag zur Lieferung von Laserstrukturierungsanlagen im Volumen von 18 Millionen Euro erhalten. Beim Auftraggeber handle sich wohl um Applied Materials. Der Auftrag dürfte innerhalb der nächsten zwölf Monate abgearbeitet sein. Folgeaufträge seien hier nicht auszuschließen. Einen weiteren Großauftrag habe das Unternehmen vom Stammkunden SolarWorld erhalten. Wie Hipp den Experten mitteile, sei Manz Automation beim Bau einer Fabrik zur Solarzellenproduktion in den USA seitens SolarWorld im Volumen von 300 Millionen Euro anteilig als Ausrüster involviert.
Die Schwaben würden massiv seitens der Nachfrage von der Solarindustrie profitieren. Manz Automation entwickele und fertige Systeme und Komponenten für die Automatisierung, Qualitätssicherung und Laserprozesstechnik. Zu den Kernkompetenzen würden die Bereiche Robotik, Bildverarbeitung, Lasertechnik und Steuerungstechnik zählen.
Das Unternehmen unterteile die Geschäftsfelder in die Bereiche Photovoltaik und LCD sowie Komponenten und OEM Systems für die Automation in diversen industriellen Branchen. Künftig wollten die Reutlinger auch Laborsysteme der Pharma und LifeScience-Industrie mit ihrer Technologie ausstatten. Letzterer Bereich sei im weiteren Sinne mit dem Geschäft der Stratec Biomedical Systems identisch. Aufgrund der fehlenden Kapazitäten werde das Standbein zunächst langsam aufgebaut, um mittelfristig auch das Geschäft nach Branchen stärker zu diversifizieren.
Der stärkste Anteil an den Erlösen habe natürlich die Solarsparte mit fast 50 Prozent am Gesamtumsatz in diesem Jahr. Ebenfalls seien die Rohmargen mit circa 25 Prozent auch hier ebenfalls am höchsten. Für das Gesamtjahr strebe das Unternehmen einen Umsatz von 60 bis 63 Millionen Euro an. Die EBIT-Marge solle sich im zweistelligen Bereich bewegen. Die Experten würden mit einer EBIT-Marge von mehr als zwölf Prozent rechnen. Mittelfristig würden sie von einer Steigerung auf circa 15 Prozent ausgehen.
Die Aktie habe sich seit ihrem IPO im September letzten Jahres fantastisch entwickelt und notiere nun um über 100 Prozent über dem Emissionspreis. Das Unternehmen sei sehr gut.
Günstig ist die Manz Automation-Aktie nun allerdings nicht mehr, Momentum-Player könnten aber noch viel Freude an dem Papier haben, so die Experten von "TradeCentre.de". (12.04.2007/ac/a/nw)
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