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Analysen - Ausland
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05.10.2001
Royal Bank of Scotland Downgrade
Commerzbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von der Commerzbank stufen die Titel der Royal Bank of Scotland (WKN 865142) von "akkumulieren" auf "halten" herunter. Den fairen Wert je Aktie sehe man bei 1.396 Britische Pfund.
Unsere Empfehlungsänderung sei darauf zurückzuführen, dass man bei der Commerzbank besorgt über die Anfälligkeit der Bank gegenüber sinkenden Gewinnen sei. Dieses Problem stelle sich wegen der bevorstehenden großen Belastung durch die Auszahlung von 2,620 Mrd. Britische Pfund an "Additional Value Share"-Dividenden im Zusammenhang mit dem letzten Ringen um NatWest. Wenn man die Prognosen zum Ertragswachstum senke und die Rückstellungsquote erhöhe, würden die anteiligen Netto-Auschüttungen auf ein so geringes Maß schrumpfen, dass man für 2003 nun nur noch die 1x Deckung für die reguläre Dividende sehe. Diese Szenario sei ungünstig, weil ein "nichts" an einbehaltenen Gewinnen einen begrenzten Raum für das ordentliche Geschäftswachstum bedeute. Die Alternative zur Zahlung von AVS Dividenden wäre eine Aktienemission und damit ein Verwässerungseffekt.
Die Analysten würden weiterhin die "NatWest Turnaround-Story" begrüßen, doch der Effekt von einbehaltenen Gewinnen sei bei einer wirtschaftlichen Verlangsamung unverhältnismäßig stärker. Die AVS-Dividenden würden in drei Stufen ausgezahlt, 15% in 2001, 30% in 2002 und 55% in 2003. 2003 würden sie der Größe der erwarteten ordentlichen Dividende entsprechen. Die Gesamtsumme von 2,6 Mrd. Britische Pfund entspreche dem Wert der einbehaltenen Gewinne von drei Jahren und werde das Wachstumspotential der Royal Bank of Scotland beeinträchtigen.
Das Ertragswachstum werde nun voraussichtlich nur um durchschnittlich 6% in den nächsten fünf Jahren steigen, anstatt um 8,5% wie vorher angenommen. Von 2002 bis 2005 werde der Rückgang erheblich größer sein, weil sich dann die Wachstumsrate halbiere. Der Grund dafür sei, dass die Wirtschaft in Großbritannien derzeit immer noch recht robust zu sein scheine und es unwahrscheinlich sei, dass die Erträge vom ersten Halbjahr 2001 stark zurückgehen würden. Die Kosten-Schätzungen seien von der Commerzbank aufgrund des geringeren Ertragswachstums minimal nach unten korrigiert worden
Die allgemeine Wachstumsrate des zugrundeliegenden EpA für 2005 betrage nun nur noch 5%. Man erwarte nun ein Sinken des zugrundeliegenden EpA in 2002, wenn die Aufwendungen für uneinbringliche Forderungen um 45% gegenüber dem Vorjahr steigen würden. Die Sum-of-the-Parts-Analyse ergebe ein Kursziel von 13,96 Britischen Pfund und ein KGV-Ziel von 11,4x für das zugrundeliegende EpA für 2001e. Das ROE (inkl. Goodwill) betrage 17%, was in etwa ein Kurs/Buchwert (inkl. Goodwill) von 1,7x und damit ein geringes Wachstum aufzeige. Dem Titel verleihe man nun ein "halten"-Rating.
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