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Analysen - Ausland
15.10.2001
L´Oréal Marketperformer
LB Baden-Württemberg

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Barbara Ambrus, Analystin der Landesbank Baden-Württemberg, bewertet die L´Oréal-Aktie (WKN 853888) mit Marketperformer.

L´Oréal habe den Umsatz im Jahr 2000 zu 97% mit Schönheitsprodukten erwirtschaftet und davon rund 50% in Westeuropa, 30% in Nordamerika und 20% im Rest der Welt erlöst. Überdies sei L´Oréal mit rund 3% des Konzernumsatzes in der Dermatologie und in Sonstigem tätig und halte 19,5% an Sanofi-Synthelabo.

L´Oréal habe den Umsatz in den ersten neun Monaten um 10,2% auf 10,4 Mrd. Euro bzw. bereinigt um Konsolidierungs-(2,4%) und Wechselkurseinflüsse (0,5%) um 7,3% gesteigert. Das entsprechend bereinigte Wachstum im Bereich Schönheitsprodukte habe sich mit einer Zunahme um ebenfalls 7,3% gegenüber dem ersten Halbjahr, als diese Wachstumsrate 7,7% betragen habe, leicht abgeschwächt. Innerhalb des Bereichs Schönheitsprodukte habe sich das Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr in Europa beschleunigt und sei in Asien und Lateinamerika weiterhin kräftig. In Nordamerika habe es dagegen abgenommen. Hierfür sei neben differierenden Einführungszeitpunkten für neue Produkte auch der schwierige Monat September verantwortlich gewesen, in dem die US-Umsätze des Konzerns um etwa 5% zurück gegangen seien. Hiervon seien hauptsächlich Luxusprodukte betroffen.

Im bisherigen Verlauf des Oktobers habe sich L´Oréals Absatz in den USA fast wieder auf das Niveau vor den Anschlägen normalisiert. Obwohl man aus ein paar Tagen keinen Trend ableiten sollte, lasse sich dennoch allgemein konstatieren, dass das Geschäft mit Schönheitsprodukten kaum negativ von den zyklischen Schwankungen der konjunkturellen Entwicklung beeinflusst werde. Vor diesem Hintergrund senke man die Gewinnerwartungen für L´Oréal geringfügig um gut 1%. Bei der Prognose gehe man davon aus, dass sich die aktuelle weltweite politische und konjunkturelle Situation nicht weiter zuspitzen werde.

L´Oréal sollte auch im laufenden und im kommenden Jahr mit seinem gewohnten jährlichen zweistelligen Wachstum aufwarten. Von dieser Einschätzung und dem defensiven Charakter des in seinem Segment breit aufgestellten Konzerns habe der Kurs der Aktie im laufenden schwierigen Börsenjahr bereits kräftig profitiert, so dass die Börse zunächst negativ auf die leichte Abschwächung des Konzernwachstums im dritten Quartal gegenüber dem ersten Halbjahr reagiert habe.

Obwohl diese Gewinnmitnahmen nicht überbewertet werden sollte, trauen die Experten der LBBW der Aktie aufgrund ihrer hohen Bewertung keine weitere Outperformance mehr zu, so dass sie an ihrer Einstufung als Marketperformer festhalten.



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