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Analysen - Ausland
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30.03.2007
BÖHLER-UDDEHOLM halten
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, empfiehlt die Aktie von BÖHLER-UDDEHOLM (BUAG) (ISIN AT0000903851/ WKN 894577) weiterhin zu halten.
Nachdem das BÖHLER-UDDEHOLM-Management und der 20,95%ige Kernaktionär BU-Industrieholding am Mittwoch das Angebot des britischen Finanzinvestors CVC zurückgewiesen hätten, habe voestalpine einen Tag später die Absicht gemeldet ein öffentliches Übernahmeangebot für die BUAG zu legen. Der Angebotspreis solle bei EUR 69 pro Aktie liegen, was einem Gesamtwert von rund EUR 3,5 Mrd. entspreche. Da das Ende der Angebotsfrist etwa am 18. Mai 2007 erwartet werde, also nach dem Ex-Dividendentag der BUAG (10. Mai), würden die derzeitigen Aktionäre im Fall einer Übernahme zusätzlich zu den EUR 69 auch noch eine Dividende von EUR 2,05 pro Aktie erhalten.
Das Übernahmeangebot stehe unter dem Vorbehalt der Erlangung von 50% und einer Aktie, grundsätzlich beabsichtige voestalpine aber die Erlangung von 100% und die Einstellung der Börsenotierung der BUAG zumindest auf lange Sicht. Die knapp 21% der Kernaktionärsgruppe sollten in jedem Fall in den nächsten zwei Wochen gekauft werden. voestalpine erwarte sich jährliche Kostensynergien (hauptsächlich im gemeinsamen Einkauf und Zentralbereichen) von EUR 65 Mio. realisierbar innerhalb der nächsten drei Jahre sowie Integrationskosten nur in geringem Ausmaß. Aufgrund der geringen Verschuldung beider Unternehmen werde die Akquisition überwiegend mit Fremdkapital finanziert. Zusätzlich sei jedoch auch eine Kapitalerhöhung bis zu 10% möglich.
Da BÖHLER-UDDEHOLM zu einem höheren EV/EBITDA Multiplikator als voestalpine selber handle, wirke die Transaktion anhand dieses Kriteriums verwässernd, auch nach Berücksichtigung von Synergien. Da der Kauf jedoch überwiegend mit Fremdkapital finanziert werden könne, seien die Auswirkungen auf den Gewinn pro Aktie der voestalpine positiv. In Summe sehe man den Kauf aus Sicht der voestalpine neutral. Nur im Falle einer notwendigen wesentlichen Erhöhung des Angebotspreises könnten sich negative Kurseffekte ergeben.
Die untere Grenze für die Aktien der BUAG sehe man derzeit bei EUR 71 nach Berücksichtigung der Dividendenzahlung. Zusätzliches Potenzial ergebe sich im Falle einer Erhöhung des Übernahmepreises, was die Analysten als durchaus möglich einstufen würden.
Die Analysten der Erste Bank würden die Aktie von BÖHLER-UDDEHOLM somit derzeit jedenfalls weiter halten und die Entwicklungen rund um den Angebotspreis weiter verfolgen. (30.03.2007/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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